Kundgebung am 26.9.: Refugees Welcome! Refugees ein Gesicht geben!

refugees_welcomeWir rufen zu einer Kundgebung am 26.9. um 15 Uhr am Stadttheater auf um sich mit den Geflüchteten zu solidarisieren!

Es hat einen guten Grund, weswegen das Thema Geflüchtete medial derzeit so präsent ist: Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Das sind so viele wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Nur ein Bruchteil davon schafft  es in die Festung Europa. Die große Mehrheit bleibt in den Staaten Nordafrikas oder im Nahen Osten festsitzen. Die Fluchtursachen reichen von Armut über Verfolgung bis hin zu Krieg. Die Hauptlast der Geflüchtetenströme tragen die betroffenen Länder selbst oder Nachbarländer – doch wer einen Weg nach Deutschland gefunden hat, dem schlägt blinder rassistischer Hass entgegen. Ein Hass, bei dem sich Leute als “besorgte Bürger*innen” verstehen. Dieser Begriff verschleiert, dass es sich bei “besorgten Bürger*innen”, PEGIDA, der AfD und co. oft  schlicht um Nazis handelt – nur sind die Betroffenen oft selbst nicht in der Lage zu erkennen, wie gefährlich ihr Handeln und ihr Gedankengut ist. Fast täglich kommt es mittlerweile in Deutschland zu Übergriffen gegen Unterkünfte für Asylbewerber*innen. Die Ereignisse in Heidenau stellen bis jetzt den Höhepunkt dieser rassistischen Hetze dar.

Auch in Freiburg gibt es rechten Widerstand gegen die geplante Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA). Auf der Facebook-Seite “Nein zum Heim in Freiburg” versucht die NPD Breisgau Hetze gegen die BEA zu schüren und versucht aktiv die Anwohner*innen dazu zu bewegen sich gegen die Unterbringung von Geflüchteten zu wehren. Die NPD versucht auf der Seite nicht nur Angst zu machen vor einer sogenannten “Asylflut” und weckt Schreckensbilder von kriminellen Ausländer*innen und “schmarotzenden “Wirtschaftsflüchtlingen” sondern verbreiten dort auch antisemitische und faschistische Positionen.

Für uns ist klar: Die Fluchtursachen sind Krieg, Hunger und Elend in aller Welt welche auf die ungleiche Verteilung von Ressourcen zurückzuführen ist. Wir stehen in der Pflicht den Opfern von Gewalt, Ausgrenzung und Hunger zu helfen, gerade wenn sie den gefährlichen Weg zu uns überlebt haben. Wir müssen den Menschen, die in die BRD kommen, helfen. Das heißt, ihnen die Möglichkeit auf Asyl vor Verfolgung und Unterdrückung zu gewähren, ihnen helfen,  anzukommen und Möglichkeiten schaffen, wie sie sich hier einleben können. Gleichzeitig gilt es, aktiv gegen Fluchtursachen vorzugehen. Solange die BRD Waffen exportiert und eine “Entwicklungspolitik” führt welche lokale Bauer*innen vom Markt verdrängt und Auslöser für Hunger unter ihnen ist, werden weiter Menschen fliehen. Nicht zuletzt müssen wir uns auch dafür einsetzen, dass Flüchtlinge sichere Wege aus Krisengebieten haben. Die Regelung, wer wen in der EU aufnehmen muss,  führt zu einer starken überbelastung der “Randländer”, welche die Menge an Flüchtlinge nicht alleine aufnehmen können.

Deswegen rufen wir zu einer Kundgebung am 26.9. um 15 Uhr am Stadttheater auf um sich mit den Geflüchteten zu solidarisieren. Jeder der vor Hunger und Elend flieht ist bei uns willkommen! Kein Mensch ist Illegal!

Die Kundgebung wird organisiert von einem Bündnis welches wir initiert haben bestehend aus:

  • B90/Die Grünen KV Freiburg
  • Campusgrün Freiburg
  • Die Linke KV Freiburg
  • DieLinke.SDS Freiburg
  • Grüne Jugend Freiburg
  • Julis Freiburg
  • Jusos Freiburg
  • Kurdisches Gesellschaftszentrum
  • Linke Liste – solidarische Stadt
  • Linksjugend [‘solid] Freiburg
  • SPD Freiburg
  • StuRa Uni Freiburg – Antidiskriminierungsreferat

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