Sand im Getriebe geräumt!

110812Am Montag morgen wurden um 10 Uhr die Wagen der Gruppe Sand im Getriebe von der Stadt beschlagnahmt. Solidemo am Samstag um 16 Uhr!

Die Gruppe die unter dem namen Sand im Getriebe bekannt sind besteht aus Menschen die beschlossen haben in ihren Wägen zu leben. Einige von ihnen Arbeiten in Freiburg, andere Studieren und wieder andere haben Gelegenheitsjobs um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Gruppe ist schon lange in Freiburg unterwegs, da aber die Stadt keine weiteren Wagenplätze ausweisen will, trotz Überfüllung der bestehenden Plätze, müssen sie sich selber einen Platz suchen.

Nachdem das Überwinterungsabkommen mit dem Rektor der PH Freiburg ausgelaufen war, hat Sand im Getriebe den PH Parkplatz verlassen, trotz mangelnder Alternative. Seither ist die Wagengruppe fast täglich umgezogen da an jeder Stelle die sie angefahren haben sofort das Ordnungsamt und die Freiburger Stadtbau alles getan haben um sie dort weg zu jagen.

Überall wo die Wagen hielten, kam kurz darauf die Polizei mit Räumungsbefehl der Stadt um die Menschen wegzukriegen. Ein Ende fand diese Hetzjagd gegen Sand im Getriebe am Montag als mit einem konstruiertem Räumungsbefehl die Polizei zusammen mit dem Abschleppunternehmen Bauer und Roeder die Wagen abschleppen hat lassen. Dabei wurde der Gruppe keine Gelegenheit gegeben wegzufahren, sondern ohne Vorwarnung den Betroffenen ihr Wohnraum entzogen.

Doch nicht nur wurden die Wagen aus der Oberriederstraße abgeschleppt, sondern die Stadt besitz noch die Dreistigkeit die Wagen, welche das Zuhause der Menschen sind, für bis zu 6 Monate festzuhalten und empfahl den Menschen in die Obdachlosenunterkunft zu gehen. Dazu kommt, dass die Besitzer die Wagen die Kosten für die Räumung selber tragen sollen.

Das Vorgehen der Stadt ist nicht nur unverständlich, sondern auch ungeheuerlich! Das es Plätze gibt wo die Wagengruppe hätte stehen können ist allen klar, aber der Gemeinderat weigert sich den Menschen die in Wagen leben wollen einen Platz in Freiburg zu geben! Die Polizei ist wieder einmal als Gehilfe der Stadt mit fadenscheinigungen Begründungen bei der Hetze gegen die Wagengruppe behilflich.

Wir haben keine lust auf eine Stadt in dem vielfältige Lebensformen nicht akzeptiert werden! Jeder soll frei entscheiden dürfen ob er auf der Strasse, in einem Wagen, oder sonst wo leben will!

Für ein selbstbestimmtes leben! KuCa, Wagenplätze, Augustinerplatz, Freiräume erkämpfen und Verteidigen! 

Demonstration für Freiräume: Samstag 16 Uhr in Freiburg

 

Weitere Artikel:

Demoaufruf

Badische Zeitung

Solidaritätserklärung des KuCa

Bilder der Räumung

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