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Die Altstadt gehört uns!

flickr_felix-huth_friedrich-ebert-platz-hdr,,Die Altstadt muss weiter allen, auch Jugendlichen, gehören. Wir lassen uns nicht unsere Jugend- und Nachtkultur kaputt machen!”, so Lars Eppinger, Mitglied der Linksjugend [‘solid] Heidelberg,
zur geplanten Verlängerung der Sperrzeiten in der Heidelberger Altstadt: ,,Mit der Verlängerung der Sperrzeiten nimmt man Jugenkultur den Raum zur Entfaltung. Daher spricht sich die Linksjugend [‘solid] Heidelberg ganz klar gegen die geplante Verlängerung
aus.”

Das Nachtleben gehört zu Heidelberg wie das Schloss. Dies wissen alle, die einmal die Heidelberger Altstadt besucht haben. Kneipe neben Kneipe, Club an Club. Wer sich Tags in der Uni beim Lernen
abmüht, kann so abends schön durch das bunte und vielfältige Nachtleben ziehen und zusammen mit FreundInnen die wunderschöne Atmosphäre genießen. Derzeit ist damit werktags um 3 Uhr und am Wochenende um 5 Uhr Schluss – dann müssen die Kneipen und Clubs dichtmachen.
So gibt es die Landesregierung in Baden-Württemberg leider vor. Aufgrund einer Beschwerde weniger AnwohnerInnen soll dies allerdings in Zukunft anders aussehen. So soll die Altstadt bereits um 1 Uhr werktags und 3 Uhr am Wochenende dicht sein. ,,Es
sollte jedem klar sein, auf was man sich einlässt wenn man in die Altstadt einer der ältesten Universitätsstädte Europas zieht”, argumentiert Eppinger weiter: ,,Die Sperrzeiten zu verkürzen, hätte letztlich nur den Effekt, dass größere Menschenmassen viel
eher aus den Bars müssten und der Geräuschpegel gegen 1 Uhr schlicht höher wäre. Damit würde sich die Situation tendenziell eher verschlechtern.”

Auch der Heidelberger Jugendgemeinderat entschied sich am 29.11. mehrheitlich gegen die neue Regelung. Yannick Scharf, Mitglied des Jugendgemeinderates, zeigt sich froh über die Entscheidung:
„Der Beschluss des Jugendgemeinderates war ein sehr wichtiges Signal, das zeigte, dass sich das Gremium für die Interessen der Jugendlichen einsetzt und dabei auch den Mut hat, sich gegen Vorlagen der Stadt zu stellen. Ich hoffe, dass jetzt auch der Gemeinderat
erkennt, wie viele Gründe gegen verschärfte Sperrzeiten sprechen und sich nicht dem Druck einzelner Verbände und InteressensvertreterInnen beugt. Eine Einführung verschärfter Sperrzeiten hätte fatale Folgen für die Heidelberger Kultur und wäre ein Schritt
hin zu einer restriktiven Stadtgesellschaft“.

Die Linksjugend [‘solid] Heidelberg schließt sich dieser Positionierung vollstens an und hofft, dass sich der Heidelberger Gemeinderat die Anliegen von Jugendlichen zu Herzen nimmt und eine
Entscheidung zugunsten der städtischen Kultur trifft.

HeidelbergCement: Rassismus und Kapital Hand in Hand

flickr_gotheric_nogalesAls Linksjugend [‘solid] Heidelberg fordern wir HeidelbergCement dazu auf, rassistische Deals mit der Regierung Trump zu unterlassen. Bernd Scheifele, Chef des DAX-Unternehmens, ließ unmittelbar nach der US-Wahl verlauten, dass der Mauerbau zwischen den USA und Mexiko “viel Zement” brauche.

“Der Kapitalismus zeigt unmittelbar nach dem Sieg Trumps seine hässlichste Fratze”, so Ryk Fechner, Mitglied der [‘solid] Heidelberg. “Scheifele biedert sich und seine Firma damit als Erfüllungsgehilfen für eine Politik an, bei der die Ärmsten der Armen gegängelt und auf unmenschlichste Weise nach Lateinamerika zurückgeschoben werden. Tote und Verletzte scheinen ihn dabei nicht zu kümmern”, so der [‘solid]-Landessprecher weiter, und: “Was sind schon die Leben von Hunderttausenden gegen die Profitinteressen der Aktionär*innen?”

Nichtsdestotrotz sind wir als Linksjugend [‘solid] Heidelberg zuversichtlich, dass sich die Führungsetage des Konzerns als ein Haufen Betonköpfe entpuppt und den Deal suchen wird – koste es, was es wolle. Das Blut klebt irgendwann schließlich an der Grenze – und nicht direkt an den eigenen Händen.

Wir sind der Auffassung, dass mit Zement besseres passieren sollte: Brücken schlagen, sozialer Wohnungsbau – und Schulen gibt es auch zu wenige.

Solidarität mit allen Geflüchteten, Mauern raus aus den Köpfen und für Scheifele einen Grundkurs in Sachen Menschenrechte!