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8. März: Internationaler Frauenkampftag

Für Emanzipation und Gleichstellung, gegen Ausbeutung und Unterdrückung: Hierfür steht der der Internationale Frauenkampftag am nächsten Sonntag.

Genoss*innen und Sympathisant*innen,

auch im Jahr 2015 ist die Situation der Frau weltweit, aber auch in Deutschland, beschämend. Sexismus und Unterdrückung sind an der Tagesordnung, die gesellschaftspolitische Gleichstellung ist noch lange nicht verwirklicht. Zudem erlebt ein  radikaler Anti-Feminismus seine Renaissance. Egal ob Herdprämie oder Frauenquote: Das Recht auf selbstbestimmtes Leben wird mit Füßen getreten.

Wehren und solidarisieren wir uns: Mit den alleinerziehenden Müttern, mit den durch grausame Beschneidungsrituale traumatisierten Mädchen, mit den ausgebeuteten Textilnäherinnen, mit den mutigen Widerstandskämpferinnen weltweit. Solidarische Gegenwehr gegen das Patriarchat – nicht nur an diesen Sonntag. Für die Emanzipation aller Geschlechter, für alle Lebenswege, für (a)sexuelle Selbstbestimmung!!!

In den Städten Freiburg und Stuttgart finden dazu Veranstaltungen statt. Außerdem wird die Gruppe Input in Konstanz am 11.3.2015um 18 Uhr im Radioraum einen Vortrag zum Thema Sexismus halten.

http://www.frauenkampftag2014.de/

https://linksunten.indymedia.org/de/node/136212

http://www.revolutionaere-aktion.org/component/eventlist/details/185-frauenkampftag-2015-kundgebung?Itemid=355

https://www.facebook.com/events/336493973224300/

Vortrag: Rassismus und die neue Rechte

Die Linksjugend[‘solid] Konstanz goes Teestube Singen. Beim Vortrag widmen wir uns dem Thema „Rassismus und die neue Rechte in Europa“, am Samstag ab 18:00 c.t.

Nachgegangen wird unter anderem der Frage, inwiefern die AfD mit nationalistischen und rassistischen Denkmustern auf Stimmfang geht. Zudem soll der Vortrag Basiswissen über rassistische Argumentationsmuster und Ideologien vermitteln. Interessierte sind gerne gesehen. Motto: “Bring your friends.” Wenn die Stimmung gut ist, wird hinterher noch in Singen gechillt.

Hoppla … da steht ja mein Wortlaut im Verfassungsschutzbericht

… und das Erste, was ich dann dachte war: ‚Die Autor_innen scheinen ziemlich einfallslos zu sein‘ Da wird mein Flyertext doch glatt in der Presseversion des Baden-Württembergischen Verfassungsschutzberichtes 2013 zitiert. Erstaunt war ich schon, dass ein wenig Argumentationshilfe gegen den Sinn einer Einrichtung wie der Bundeswehr dazu ausreicht, um erwähnt zu werden.

 

Aber beginnen wir mal von vorn: im Mai 2012. Im Zuge einer Katastrophenschutzübung sollte ich für ein antimilitaristisches Bündnis einen Vortrag halten, da die Bundeswehr an dieser „Terrex 2012“ betitelten Sache teilnahm. Wo die stattfand, was genau das ist, kann man googlen. Letztlich redete ich darüber, wie die Bundeswehr so versucht, Kommandostrukturen innerhalb von Katastrophenschutzeinsätzen zu etablieren, um ihr eigenes Vorgehen zivilen Hilfsorganisationen aufzudrücken. Gemeint sind damit demokratisch besser kontrollierbare Strukturen wie Feuerwehren, THW, Krankenhäuser oder auch die Polizei.

 

Ein kleiner Exkurs in die Bundespolitik

 

Das Sichten von Oppositionsanfragen der Linksfraktion im Bundestag verdeutlichte mir während meiner Recherchen, dass laut Bundesregierung zivile Strukturen für Katastrophenschutz hinlänglich ausgebildet sind. Übrigens können sie auch im Falle von unwahrscheinlichen atomaren, biologischen und chemischen Angriffen Schutz und Hilfe leisten. Allein die Geräte, mit denen operiert wird, sind  teils über 30 Jahre alt. Modernes Gerät fragt man laut Bundesregierung besser bei der Bundeswehr an, deren Soldat_innen jedoch nicht für Katastrophenschutz ausgebildet sind.

Wer sich die sogenannten „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ (kurz: VPR) ab 1993 anschaut, wird schnell feststellen, dass selbst das Bundesverteidigungsministerium davon ausgeht, dass es in Mitteleuropa nicht mehr zu einem sogenannten „konventionellen Militärischen Schlag“ kommt. Will heißen: „dass ein Land das andere überfällt, wird hier nicht passieren“ sagt das Verteidigungsministerium sinngemäß – sicherlich arbeiten da die besten politischen Freunde eines Linksradikalen wie mir.

Die Bundeswehr als reines Verteidigungsinstrument existiert nicht. Sie wird zur Interventionsarmee umgebeaut und  dient hingegen laut den VPR 2011 u.a. dazu, „einen freien und ungehinderten Welthandel sowie den freien Zugang zur Hohen See und zu natürlichen Ressourcen zu ermöglichen.“ Garniert und gerechtfertigt werden solcherlei fragwürdige Passagen mit ein wenig Völkerrecht hier und ein paar Menschenrechten dort.

 

Die zwei Kernthesen meines jetzt mittlerweile achtmal in BaWü gehaltenen Vortrages lauten somit: Katastrophenschutz kann man rein zivil organisieren und die Bundeswehr eigentlich im Sinne einer demokratischeren Gesellschaft abschaffen – immerhin ist sie ein autoritäres Machterhaltungsinstrument, welches basisdemokratischen Interessen per se diametral gegenübersteht. Freiwerdende Militärgelder könnten zudem dafür genutzt werden, den Katastrophenschutz umfangreich auszustatten. Soldat_innen könnten anstelle von Militärfahrzeugen in Kasernen auch gut auf Feuerwehrautos aufpassen und eine Katastrophenschutzausbildung machen. Mit den Überschwemmungen des Jahres 2013 wurde das Thema plötzlich wieder aktuell. Also bereiste ich mehrere Städte, um vor Publikum zu sprechen.

 

Zurück aus dem Pfingsturlaub, rein in die Realität

 

Nach dem Pfingsturlaub fällt mir der frisch erschienene VS-Bericht in die Hände. Neugierig schaue ich, was über die böse, böse Linksjugend[‘solid] BaWü anno 2013 denn so berichtet wird. ‚Huch, da steht ja der Wortlaut meines Flyers in Berichtform‘, stelle ich fest und denke mir weiter: ‚Also haben sie auch meinen Namen gelesen und bei sich wahrscheinlich irgendwo verewigt.‘ Der Bericht beinhaltet folgenden Passus: „Ebenfalls in […] lud die ‚Linksjugend‘ zusammen mit dem ‚Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung‘ zu einer Veranstaltung über zivil-militärische Zusammenarbeit und ‚Militarisierung der Gesellschaft‘ […] Dort sollte mit dem ‚Mythos‘ der Verteidigungsarmee aufgeräumt und für die Abschaffung der Bundeswehr plädiert werden.“

Es mag nach universitärem Gehabe klingen, aber ein paar Quellenangaben und eine Erwähnung des Autors hätten sicherlich nicht geschadet. Einige Ex-Unions-Minister_innen können über Plagiate eventuell ein Liedchen singen.

„Skandalös“ scheint jedenfalls zu sein, dass junge linke Menschen sich mit den Machenschaften der Bundeswehr auseinandersetzen, ihre Taten kritisch bewerten und die politische Forderung aufstellen, den Laden tunlichst einzustampfen. Das ist übrigens eine Position, mit der man sich auf dem Boden des Grundgesetzes von 1949 bewegt – darin war nämlich nie eine Armee vorgesehen. Heute unvorstellbar. Aber wahrscheinlich bestanden die „Väter des Grundgesetzes“ (unter den stimmberechtigten Abgeordneten befanden sich gerade einmal vier Frauen) alle aus bolschewistischen Agenten, deren „Fehler“ es Mitte der 1950er zu korrigieren galt.

 

„Mäßigen Sie sich“

 

Viermal klingel ich mit unterdrückter Nummer bei der Behörde in Stuttgart durch – zu verlieren gibt es ohnehin nichts mehr. Nach mehreren Fehlversuchen, die Ressortleitung für Linksextremismus zu sprechen, lande ich irgendwann an der Pressestelle, die mit meinen Anfragen völlig überfordert ist und kein politisches Gespräch mit mir suchen will. Zugegeben, meine Empörung am Apparat ist ein wenig gespielt. Doch auf die mehrfache Aufforderung „mäßigen Sie sich“, blaffe ich irgendwann zurück: „Maßregeln Sie mich nicht!“ Das sitzt.

Alle Anfragen, die ich zum Thema hätte, könne ich schriftlich an das zuständige Ministerium stellen. „Ich soll mich also selbst denunzieren“, konstatiere ich. Mittagspausen und vorgeschobene Meetings machten es möglich, mich nicht zur Abteilung für Linksextremismus durchzustellen. Jene, die der Meinung war, meinen Flyer in den Bericht bringen zu müssen. Wenn’s weiter nichts ist. „Ich finde Ihre Autoren ziemlich unkreativ“, teile ich der Pressestelle mit: „Fällt Ihnen zum Thema ‚Linksextremismus‘ wirklich nichts besseres ein?“

 

Der bemüht freundliche Mensch lässt sich auf nichts ein. Wo ich schon mal dabei bin, unterstelle ich der Behörde noch umfassende Mängel in Demokratietheorie: „Wenn es nach diesen Maßstäben geht, müssten Sie Vorlesungen an sämtlichen Hochschulen in ganzen Fachbereichen observieren.“

Zu internen Vorgängen würde man sich nicht äußern. Schön, dass man von der ach so demokratisch operierenden Behörde völlig unbürokratisch erfährt, was sie mit den eigenen Daten machen und ob sie Akten anlegen. Der gute Pressemensch hatte wohl letztlich wenig Verständnis für meine Polizeistaatsvergleiche. Linkssein wirkt offensichtlich schwerer als der Bruch der UN-Kinderrechtskonvention. Den begeht die Bundeswehr im Auftrag des „Vaterlandes“ jedes Mal dann, wenn sie auf Schulhöfen Kinder unter 18 Jahren für den Militärdienst anwirbt.

 

Fazit: Die Bundeswehr ist unantastbar

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass ich das Textsammelsurium des Verfassungsschutzes für eine missglückte, zusammenhangslose Verdrehung der Tatsachen halte. Es wäre sogar lustig, würde das nicht negativ auf einige zurückfallen, die auf die Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen hinarbeiten. So hingegen stellt sich die Grün-Rote Landesregierung mit dem Fortführen des VS in der jetzigen Form ein demokratietheoretisches Armutszeugnis aus. Sie unterschlägt beispielsweise damit auch, dass in Sachen Bildungsplan 2015 die von ihr beobachtete Linksjugend zu ihren stärksten Verbündeten zählt – obgleich sie in vielerlei Hinsicht auch schärfste Kritik an der Landesregierung übt.

 

Zu rassistischen Tendenzen in Burschenschaften oder etwa der AfD verliert der vorliegende Bericht kein Wort. Hingegen scheint es als Hochverrat zu gelten, bestehende Einrichtungen ob ihrer Demokratietauglichkeit zu kritisieren. Wenn jemand anderes als das Verteidigungsministerium über dessen öffentliche Absonderungen spricht – es gar wörtlich zitiert – steht man als Linke/r eben im Verfassungsschutzbericht. Als Bundespräsident darf man mit solchen Zitaten auch gelegentlich mal den Hut nehmen. Offensichtlich gibt es im kollektiven Bewusstsein der politischen Konservativen so etwas wie unangreifbare Institutionen – oder eben gelangweilte Verfassungsschutzautor_innen, die einfach irgendwas in den VS-Bericht schreiben, um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Sich als V-Person auf Staatskosten einen Lenz machen, ist schließlich seit der NSU-Affäre wohl eine eher unbeliebte Perspektive beim baden-württembergischen Ministerium für Staatssicherheit, stiehlt es sich im eigenen Bericht doch gekonnt aus der Verantwortung. Besser noch: Zwei Dekaden Verstrickungen in den NSU-Mordskandal werden nur unwesentlich viel mehr Platz eingeräumt als einem kleinen, eigentlich unbedeutenden, antimilitaristischen Vortrag.

Autor: kann man googlen

Soli-Party für Asyl-Bündnisse war ein großer Erfolg

Wir, die Linksjugend[‘solid] Konstanz haben in den Räumen des Jugendkultur Contrast e.V. eine Solidaritätsfeier für Geflüchtete, unter dem Motto: „Refugees Welcome!“ veranstaltet. 105 Menschen kamen, um gegen Rassismus ein Zeichen zu setzen. Die Spenden am Eingang gingen zu je 50 % an das Bündnis Abschiebestopp Konstanz und an die [‘solid]-Asyl-AG Mannheim.

 

“Fasziniert waren wir in Konstanz von der Arbeitsweise der Asyl AG Mannheim. Es hilft vielen Geflüchteten in weiten Teilen der Bundesrepublik, wenn man sich um ihre dezentrale Unterbringung, mehr Wohnfläche und allgemein mehr Rechte kümmert. Die finanzielle Ausstattung muss aber um einiges besser sein. Deswegen haben wir gesagt, wir machen eine Solidaritäts-Feier”, erläutert Simon Pschorr von der [‘solid] Konstanz die ursprüngliche Idee der Solidaritätsparty. “Gesetzesänderungen sind hier bitter nötig”, weiß der Jura-Student nur zu gut: “Und es ist toll zu sehen, welche Energie die Truppe in diese Geschichte steckt. Nur: Fahrtkosten müssen beglichen werden und andere [‘solid]-Projekte dürfen dadurch keine finanziellen Einschnitte erfahren.”

 

Unterstützung für Projekte im Land und vor Ort

 

Aber eine Feier nur für sich selbst, das konnten wir uns nicht vorstellen. Schließlich gibt es vor Ort ein Abschiebestopp-Bündnis, das mit Flyern, Petitionen, Mahnwachen und örtlichen Aktionen genauso für das Bleiberecht von Flüchtlingen kämpft. Der größte Erfolg war bisher, das Gutscheinsystem abzuschaffen, durch welches Asylbewerber faktisch gezwungen waren, nur in bestimmten Supermärkten einzukaufen und durch das ihnen bestimmte Produkte untersagt wurden. Seit einigen Monaten bekommen sie nun Geldkarten.

 

So lag es nahe, die Feier für beide Zusammenschlüsse auszurichten und das kam gut an: 105 Menschen nahmen den Aufruf wahr und spendeten gerne. Ob Sympathisant_innen von der Partei, Aktive im Abschiebestopp-Bündnis oder deren Freund_innen und Bekannte. Eine Leinwand zeigte Impressionen aus der Arbeit des Abschiebestopp-Bündnisses. DJ Max Bar war von der Aktion so begeistert, dass er umsonst auflegte. “In schweren Zeiten, in denen die politische Rechte in Europa auf dem Vormarsch ist, war der ausgelassene Abend vor allem eines: Ein Beweis dafür, dass es einen beträchtlichen Teil Menschen gibt, der in schwierigen Zeiten doch eng zusammenrückt und sich nicht auseinanderdividieren lässt”, meint [‘solid]-Konstanz Webmaster Michael Schiefelbein.

 

Abschiebungen sind (leider) ein brandaktuelles Thema in Konstanz

 

Und zum Zusammenrücken gibt es (traurigerweise) gute Gründe. “Vom 19. auf den 20. Mai wurde in Konstanz eine sechsköpfige Roma-Familie brutal nach Mazedonien abgeschoben. Sie wurde um zwei Uhr morgens von der Polizei, die das Flüchtlingsheim umstellte, geweckt und innerhalb von wenigen Minuten in einen Bus zum Flughafen gebracht. Vier Mädchen, die in Konstanzer Schulen fest integriert waren, deren einziges ‘Verbrechen’ darin bestand, ‘nicht deutsch’ zu sein, mussten über Nacht in ein komplett anderes Umfeld”, führt Tanja Kaufmann aus, die sich aktiv bei der [‘solid] Konstanz und beim Bündnis Abschiebestopp engagiert. „Besonders zynisch ist”, findet Kaufmann an dem Vorgang, “dass die Familie wenige Tage zuvor einen Bescheid über eine Duldung ihres Aufenthalts von weiteren vier Monaten erhielt. Niemand im Asylbewerber_innenheim kann jetzt noch ruhig schlafen, da die Bescheide offensichtlich nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.”

 

“Wir sind zutiefst erschüttert über die Vorgänge und wollen, dass so etwas am besten nie wieder vorkommt. Die Familie muss unbedingt wieder herkommen dürfen. Wir sind daher froh, dass das Bündnis die Online-Petition ‘Roma-Solidarität! Alle Kinder bleiben hier!’ ins Leben gerufen hat. Froh sind wir auch darüber, dass unsere Aktion weitere 27 Petitions-Unterschriften beigesteuert hat, die den Oberbürgermeister, sowie den örtlichen Landtagsabgeordneten Sigfried Lehmann (Grüne) und den hiesigen Bundestagsvertreter Andreas Jung (CDU) dazu aufrufen sollen, alles zu tun, damit im Landkreis Konstanz niemand mehr abgeschoben wird”, bekräftigt [‘solid]-Mitglied Marco Radojevic: “Ich freue mich, als einer von zwei LINKE.-Vertretern ab Juli im Konstanzer Kreistag zu sitzen. Die Stärkung der Rechte von Asylbewerber_innen wird dabei einer unserer größten Arbeitsschwerpunkte.”

 

Bereits über 1.000 Unterschriften verzeichnet die Online-Petition. Und täglich werden es mehr. Wer von den Genoss_innen mitunterschreiben will, darf dies hier gerne tun:

 

http://abschiebestoppkn.blogsport.de/Website (Website)

https://www.openpetition.de/petition/online/alle-kinder-bleiben-hier-keine-abschiebung-von-roma-aus-konstanz (Online-Petition)

 

“Unser Vorstoß, die örtlichen Asyl-und Abschiebestoppbündnisse mit Solidaritätsaktionen zu unterstützen, kann als voller Erfolg gewertet werden. Wir möchten mit diesem Modell andere [‘solid]- und Linke-Gruppierungen dazu anregen, bei sich vor Ort ähnliches auf die Beine zu stellen”, erklärt abschließend [‘solid]-Mitglied Violett Grössl.

 

Autor: Ryk Fechner

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Geflüchteten-Soliparty am Freitag ab 21:30 im Contrast

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Freitag, den 30.05.2014, findet ab 21:30 unsere Antira-Soliparty statt. Sie soll einerseits das Bündnis Abschiebestopp vor Ort, andererseits unseren landesweiten [‘solid] Arbeitskreis Asyl unterstützen. Die Einnahmen auf Spendenbasis am Eingang gehen jeweils zu 50% an das Bündnis beziehungsweise den Arbeitskreis.

Der [‘solid] AK Asyl erarbeitet schwerpunktmäßig reale Gesetzesänderungen und ist für einen kleinen Verband wie die solid kaum zu stemmen, aber dennoch notwendig. Bei SeeMoZ (Link zum Artikel) steht hierzu genaueres.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen

Soli-Party+Unterstützung

Uni-Mail-Verteiler tut „Gutes“ zur Wahl

Liberale Hochschulgruppe erntet Kritik von DieLinke.SDS Hochschulgruppe Uni Konstanz

 

Mit der Aktion „Studierende wählen Studierende“ wollte die Liberale Hochschulgruppe den Studierenden an der Uni einen Gefallen tun und ihnen die Gemeinderatswahlen näher bringen. Ihr größter Kritikpunkt: Es sitzen keine Studis im Gemeinderat, das müsse sich ändern. Dazu wurde jetzt eine Mail über den eigentlich „politikfreien“ Unimail-Verteiler geschickt, damit alle Studierenden einsehen können, welche Studierenden auf welchen Gemeinderatslisten kandidieren.

 

Wir, von der Hochschulgruppe DieLinke.SDS bemängeln, dass unser Vorschlag abgewiesen wurde, sich auch kurz in 1.000 bis 3.000 Zeichen zu den Inhalten der einzelnen Listen zu äußern, da das die eigentlichen sozialen Probleme, die nicht nur Studierende in Konstanz betreffen, benennen würde. Eine Spaltung der Wähler_innenschaft in Studierende/nicht Studierende lehnen wir ab.

 

Im Wortlaut äußerten wir uns wie folgt in einem Flyer:

 

Es ist nicht entscheidend, wie viele drinsitzen

Stellungnahme zur Kandidat_innenrundmail über den Uni-Verteiler

 

Wir halten den Vorstoß aus Kreisen der Liberalen Hochschulgruppe für gut, um Studierende verstärkt für die Gemeinderatswahlen zu interessieren. Allerdings erscheint es uns inhaltsleer, einfach alle Studierenden-Kandidat_innenen ohne politische Statements über den Mailverteiler zu schicken. Offensichtlich scheinen einige Gruppierungen auf diese Art von Wahlkampf angewiesen zu sein – viel zu störend wären die tatsächlich vertretenen Positionen. Unser Vorschlag, jede Gruppierung sollte sich kurz zu ihren Inhalten äußern, wurde übergangen.

 

Das größte Problem ist für uns nicht, dass keine Studierenden im Gemeinderat vertreten oder die Stadträte zu alt sind. Die Konfliktlinie verläuft für uns nicht zwischen jung und alt, sondern zwischen arm und reich. Das größte Problem stellen für uns die Entscheidungen des Rates dar. Dies sind meist soziale Einschnitte, reale Kürzungen im öffentlichen Dienst sowie kostspielige Prestigeprojekte. Diese Beschlüsse fallen zu Ungungsten der Mehrheit der Konstanzer Bevölkerung aus, also auch zu Ungunsten vieler Studierender.

Für eine Veränderung braucht es aber nicht zwangsläufig Studierende mit willkürlichen politischen Positionen. Es braucht lediglich ein Umdenken des Gemeinderates sowie aktive politische Teilhabe einer hoffentlich sozial engagierten Studierendenschaft.

 

Schlimmer ist beispielsweise die Tatsache, dass eine Reihe von Konstanzer Bürger_innen nicht die EU-Staatsbürgerschaft besitzt und aufgrund dessen von den Wahlen ausgeschlossen ist, also erst gar keine Möglichkeit hat, sich über die Stimmenabgabe zu artikulieren, obwohl sie dauerhaft hier leben. Das sind Dinge, die angegangen werden sollten.

 

Entscheidend sind also sowohl Wahlinhalte als auch das Stimmverhalten der Gruppierungen in den letzten Jahren. Sich damit auseinanderzusetzen und danach zu entscheiden, wie man die Stimmen vergibt, wäre angebrachter als sich einem nichtssagenden „Wer hat die meisten Studis?“-Highscore hinzugeben.

 

Wer sich für unsere Inhalte interessiert: www.linksjugend-konstanz.de

 

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Mit freundlichen Grüßen

Ryk Fechner für DieLinke.SDS Hochschulgruppe Uni Konstanz

Alle Kinder bleiben hier! Keine Abschiebung von Roma in Konstanz!

Genoss*innen und Sympathisant*innen!

Am 1. März endete der “Winterabschiebestopp” für Roma aus dem Kosovo, Mazedonien und Serbien. Konkret bedeutet das: Familien, die teilweise schon mehrere Jahre hier in Konstanz leben, deren Kinder hier zur Schule gehen, hier ihren Freundeskreis haben, sind nun von Abschiebung bedroht. Werden sie zurück in diese Länder geschickt erwarten sie Armut und rassistische Diskriminierung.

 

Lasst nicht zu, dass diese Kinder in einer Gesellschafft aufwachsen müssen, die sie derart verachtet und benachteiligt. Daher unterstütz diese Petition bitte recht zahlreich:

https://www.openpetition.de/petition/online/alle-kinder-bleiben-hier-keine-abschiebung-von-roma-aus-konstanz

Weitere Infos:

http://abschiebestoppkn.blogsport.de/images/FaltblattAlleKinderbleibenhier.pdf

Maidan: Die Protestbewegung in der Ukraine

Ereignisse, Hintergründe, Protagonisten
kritischer Vortrag und Diskussion mit Roman Danyluk (Mitglied der Gewerkschaft FAU München, Autor des Buches „Freiheit und Gerechtigkeit – Die Geschichte der Ukraine aus libertärer Sicht“ (Edition AV, Lich 2010))
Was sind das für Bewegungen auf dem Majdan?… Gibt es überhaupt soziale Fragestellungen, Entwicklungen und  Perspektiven sowie ernstzunehmende Alternativen? Seit mehr als vier Monaten protestieren Hunderttausende auf den Straßen und Plätzen der Ukraine. Diese als „Euromajdan“ bezeichnete Massenbewegung begann im November 2013, nachdem die ukrainische Regierung ein fertig vorbereitetes Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterschrieben hatte. Die Mobilisierung wuchs sich rasch zu einer allgemeinen Staatskrise aus und führte zum Sturz der Regierung.  Die außen- wie innenpolitischen Entwicklungen und Meldungen überschlagen sich mittlerweile stündlich. EU, USA wie Russland betreiben gleicher Maßen Außenpolitik in „guter alter“ Kalte-Kriegs-Manier. Die Krim wurde zum Spielball geostrategischer Interessen. Pro-westliche Medien verkaufen eine gewaltsame Opposition in Kiew plötzlich als gefeierte Übergangsregierung und prangern andererseits pauschal das außenpolitische (natürlich fragwürdige) Vorgehen Russlands an. Hier gilt es, genauer hinzuschauen. Die Proteste haben vielfältige Ursachen, zu denen eine ungeheuere soziale Not sowie eine autokratische Politik gehören. Doch was sich auf dem Majdan, dem zentralen Platz der Hauptstadt Kiew, zusammenfand, unterschied sich auch in einem wesentlichen Punkt von allen anderen bisherigen Massenmobilisierungen in der Ukraine. Zum ersten Mal haben rechte und rechtsradikale Kräfte einen bestimmenden Einfluss auf eine große Bewegung. Warum ist dies so und wie könnte es in der Ukraine weitergehen? Diesen und anderen Fragen soll auf der Veranstaltung nachgegangen werden.
Am Dienstag den 1. April von 19:00 – 21:00 Uhr
im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, 78467 Konstanz