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„Wer Instrumente der Gewalt produziert und/oder die Wirtschaft eines Landes ausbeutet, erntet Flüchtlinge“

Dieser Ausspruch war letztes Wochenende auf einem Transparent bei den Aktionstagen „Fluchtursachen bekämpfen – Waffenexporte stoppen“ zu lesen. Diese fanden vom 19. bis zum 22. August am Bodensee statt und wurden vom Netzwerk refugees4refugees (mehr hierzu: https://refugees4refugees.wordpress.com) und verschiedenen zivilgesellschaftlichen und politischen Organisationen initiiert. Auch die DIE LINKE, Linksjugend [’solid] und dielinke.sds aus Konstanz waren mit dabei.

Ausgehend von einem Camp mit Aktivist*innen und Geflüchteten in Konstanz wurde vor den Waffen- und Rüstungsfirmen ATM (Konstanz), Mowag (Kreuzlingen/CH) und Diehl (Überlingen) demonstriert. Weil es am Bodensee selten eine linksradikale Demo gibt, hatten die Waffenfirmen ihren Sicherheitsdienst verstärkt und ihre Zulieferungen abgesagt. Aufgrund der gespenstischen Leere hatten viele Aktivist*innen zum Teil auch den Eindruck, als hätten die Mitarbeiter*innen frei bekommen. In der bürgerlichen Meinung ist eine Demo der radikalen Linken eben immer auch eine Riot-Demo. Riots gab es nicht, aber lautstarke Parolen und klare wie fundierte Redebeiträge. Deren Kernaussage: Es reicht nicht, die Symptome zu bekämpfen, also ausschließlich ehrenamtliche Flüchtlingshilfe zu leisten. Auch die Fluchtursachen, worunter Waffenexporte zählen, müssen angegangen werden. Flüchtlingshilfe muss politischer werden, und nicht immer nur Versäumnisse des Staates in der Betreuung und Hilfe von Geflüchteten ausgleichen.

Eine ausführlichere Berichterstattung gibt es hier:
http://www.seemoz.de/lokal_regional/wir-sterben-fuer-eure-privilegien/
http://www.seemoz.de/lokal_regional/wenn-gefluechtete-sich-organisieren/

 

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Aktionstage: “Fluchtursachen bekämpfen – Waffenexporte stoppen”

Waffen_Map_Bodensee

Auch wir als linksjugend [‘solid] unterstützen die Aktionstage “Fluchtursachen bekämpfen – Waffenexporte stoppen” vom 19. bis zum 22. August am Bodensee.
Ziel ist es, Krieg als Fluchtursache von hier lebenden Geflüchteten zu thematisieren und insbesondere auf die Mitverantwortung der Waffenindustrie aufmerksam zu machen. Die Aktionstage wurden durch das Flüchtlingsnetzwerk „Refugees for Refugees“ initiiert und mit der Unterstützung vielfältiger politischer und gesellschaftlicher Organisationen organisiert.
Das Basiscamp auf der Chérisy-Wiese in Konstanz wird Unterbringung und Rastplatz für FlüchtlingsaktivistInnen und Solidarische von außerhalb sein. Für alle, die sich solidarisch mit den Geflüchteten zeigen wollen: Kommt nach Konstanz, bringt Euer Zelt, Schlafsack und Isomatratze mit, beteiligt Euch an den Protesten!

Kurz zum Ablauf:

– Mittwoch, 19.08.2015:

16 Uhr Flüchtlingskonferenz und Workshop zum Thema „Selbstbestimmung Geflüchteter im Kontext freiwilliger humanitärer Hilfe“

– Donnerstag, 20.08.2015:

12 Uhr ATM Konstanz / 14 Uhr Kundgebung Marktstätte / 16 Uhr Mowag Kreuzlingen

– Freitag, 21.08.2015:

11 Uhr Diehl Defence Holding GmbH in Überlingen / 14 Uhr Kundgebung an der Seepromenade / 16 Uhr Besuch Gemeinschaftsunterkunft Goldbach / Ab 18 Uhr: Soliparty im Kulturladen in Konstanz

– Samstag, 22.08.2015:

14 Uhr Große Abschlusskundgebung auf der Marktstätte

 

Weitere Informationen gibt´s in der FB-Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/486287898204956/

oder unter folgender Email-Adresse: refugees4refugees@gmx.de

 

Spenden sind notwendig und ausdrücklich erwünscht:

Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V
IBAN: DE80 4306 0967 7033 0742 00
BIC: GENODEM1GLS