Category Archives: Arbeiterbewegung

Nachdenken über den 1. Mai

Der erste Mai gilt schon über ein Jahrhundert lang als der Kampftag der Arbeiterklasse. Menschen gehen auf die Straße für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, gegen Kriege, Hunger etc. , kurz gesagt sie gehen gegen das System des Kapitalismus auf die Straße.

Doch es sind immer noch weitaus zu wenige und die Staatsmacht zu stark, dass diese Wenige ein neues System etablieren könnten, welches Gleichberechtigung, Frieden und Reichtum für alle schaffen könnte. Die Mehrheit sitzt zuhause oder zieht mit ihren Bollerwagen durch die Lande, um sich zu betrinken. Den Alltagsstress zu vergessen, vergessen dass man auf Arbeit Stress mit dem Chef hat, vergessen, dass man bis Hals über Kopf in Schulden steckt oder vergessen, dass man am nächsten Tag wieder zur Arbeit muss, um sich oder die Familie ernähren zu können.

Man lenkt sich ab, oftmals auch mit den neuen Medien, die immer noch mit Realiti TV einem selbst aufzeigen, dass es immer noch Menschen gibt, die tiefer in der Scheiße stecken. Dass die eigene Situation doch nicht so schlimm ist. Read more

Streik in der Schule, Streik in der Fabrik. Das ist unsre Antwort auf eure Politik!

Am Donnerstag demonstrierten wir mit ca. 240 Kollegen und Kolleginnen aus dem öffentlichen Dienst, in der Offenburger Stadt. Gemeinsam fordern wir u.a. 6% mehr Lohn, 100€ mehr für Azubis + unbefristete Übernahme, mehr Personal vor allem im Gesundheitssektor und ganz wichtig: Hände weg von der ZVK!
Dieser Warnstreik geht uns wieder einmal alle etwas an, denn der Staat versucht z.B. über den Angriff auf die ZVK letzten Endes früher oder später auch die Rente der anderen Beschäftigten im Privatsektor zu kürzen. Schon jetzt fordern Arbeitgeberverbände das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen und das Niveau weiter zu senken.
Wir müssen uns gemeinsam gegen die Angriffe des Kapitals zur Wehr setzen, denn nur dann haben wir eine Chance.
Geld ist genügend da! Wir müssen den Reichtum nur endlich gleich verteilen.
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NPD in Lahr

Morgen kommt die NPD nach Lahr, um dort ihre faschistische Propaganda unter die Menschen zu bringen. Dagegen hat sich schon ein breites Bündnis formiert, welches sie gebührend empfangen wird. Auch wir werden wieder vor Ort sein und die Menschenansammlung nutzen, um gemeinsam mit der kurdischen Gemeinde Lahr auch auf den Terror in der Türkei und die Verstrickungen des deutschen Imperialismus hinzuweisen.
Falls ihr in der Nähe seid, dann kommt doch vorbei. Wir werden von 9:30Uhr – 13Uhr am Rosenbrunnen in Lahr stehen.

Aufbruch auf dem Balkan?

Daniel Kerekes: Aufbruch auf dem Balkan? (03.11.2015 um 19Uhr im R12(Offenburg Rammersweierstraße 12))

Aufbruch auf dem Balkan?

Egal ob im ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Griechenland oder Ungarn: Überall herrscht die Krise als Dauerzustand, in manchen Nachfolgerepubliken Jugoslawiens sogar seit über 20 Jahren.

Egal ob brennende Regierungsgebäude im Februar 2014 in Bosnien, Massenstreiks in Serbien oder riesige Studierendenproteste in Kroatien, Albanien und Mazedonien – Überall brennt die Luft und die Menschen wollen Veränderung!

Als Reaktion auf die Politik der herrschenden Parteien und den gescheiterten Realsozialismus hat sich in Kroatien, Slowenien, Serbien, Bosnien und Mazedonien eine “neue Linke” etabliert. In Slowenien ist mit der Partei des Demokratischen Sozialismus und der Vereinigten Linken erstmals eine neue Linke Partei in Südost- und Osteuropa in ein Nationalparlament eingezogen – Das ist ein krasser Erfolg!

Daniel Kerekes, Redakteur von Balkan21, hat sich mit den Prozessen des Balkans stark auseinandergesetzt. Er war unter anderem auf dem Linken Gipfel Serbiens und hat dort mit AktivistInnen aus dem Bosnien, Kroatien, Serbien, Slowenien, Mazedonien und Ungarn gesprochen. Er wird über die Erfahrungen der dortigen AktivistInnen, die politische Lage und Aussichten sprechen.

 

Seminar Arbeiterbewegung – Geschichte mit dem Zeitzeugen Theodor Bergmann

Am 20.06 und 21.06 kommt Theodor Bergmann wieder in die Ortenau, um mit uns gemeinsam über die Geschichte der Arbeiterbewegung zu diskutieren. Theodor Bergmann ist mittlerweile 99 Jahre alt und kann somit persönliche Analysen und Erlebnisse der Geschichte abgeben.
Wir freuen uns darauf gemeinsam mit euch und ihm zu diskutieren und uns Strategien für die Zukunft zu überlegen.
Los geht´s  an beiden Tagen jeweils um 13Uhr, im neuen linken Zentrum R12in Offenburg (Rammersweierstraße 12, direkt beim Bahnhof). Ende ist ca. 17Uhr.

Vortrag mit Theo Wentzke – Was wir von Marx lernen können!

Die Mächtigen weltweit unterhalten sich für Milliarden von Euro, Werbespezialisten, Analytiker und Soziologen welche die Gesellschaft wissenschaftlich sezieren um sie zu verstehen. Jeder Prozess in unserer Welt wird von diesen Kontrolleuren erfasst und ausgewertet und dass natürlich nicht aus Neugier oder Machtgier. Es geht um das Interesse der Kapitalisten, nur wer die Gesellschaft versteht und kennt kann sie effektiv verändern. Durch diese Spezialisten sind die Herrschenden in der Lage effizienter Kriege zu führen, Linke Organisationen zu zerschlagen und Menschen auszubeuten.
Doch welche Wissenschaft haben wir, das Proletariat zum verhindern von Kriegen, zum stärken der Linken und zur Befreiung der Ausgebeuteten?
Vor 200 Jahren begann die sozialistische Bewegung weit mehr zu werden als ein unkoordinierter Aufschrei der Arbeiter, sie wurde organisiert und strukturiert und mit ihr entstand eine völlig neue Wissenschaft.
Der wissenschaftliche Sozialismus ersetzte den utopischen Sozialismus!
Kommunisten wie Marx, Engels oder Rosa Luxemburg lieferten wichtige Beiträge für diese Wissenschaft. Leider leben wir noch im selben kapitalistischen System wie diese alten Kommunisten darum sind ihre Theorien auch heute noch für uns interessant und praktisch anwendbar.
Am 28. Januar wollen wir uns ab 19:30 h im Brandeck (Zeller straße 44, Offenburg) mit Marxens Erkenntnissen beschäftigen. Dazu wird uns Theo Wentzke einen Vortrag halten und für Fragen zur Verfügung stehen.

Veranstaltung zu Rojava mit Brigitte Kiechle

In Rojava (sprich Roschawa), einem Gebiet im Norden Syriens (syrisches Kurdistan) baut die kurdische, christliche wie auch muslimische Bevölkerung gemeinsam eine demokratische, emanzipatorische und freie Gesellschaft auf. Nach dem Abzug der Regierungstruppen für eine Offensive gegen die „Freie Syrische Armee“ wurden in den Betrieben, der Verwaltung sowie bei der Polizei (Asayiş) und in den Volksverteidigungseinheiten (YPG) basisdemokratische Rätestrukturen eingeführt. Man errichtete Sprach- und Kulturschulen und sorgte für kostenlose Gesundheitsversorgung und Bildung. Benzin und Lebensmittel gibt es zu bezahlbaren Preisen.
Die Revolution in Rojava ist vor allem aber auch eine Revolution der Frau. In allen Verwaltungsstrukturen gibt es eine Mindestquote von 40% an Frauen, ja selbst die Armee hat ihre eigenen reinen Frauenbrigaden. Wenn ein Mann einer Frau Gewalt antut, muss er sich vor einem Volksgericht verantworten. Auch das Zusammenleben der kurdischen, arabischen, christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen wurde durch gleichberechtigte Mitbestimmung verbessert.
Für die arabische Welt ist dies ein geschichtlicher Meilenstein, der für eine genauere Auseinandersetzung mit der Bewegung in Rojava spricht. Noch ist die dortige Bevölkerung täglich gezwungen, diese Errungenschaften gegen zunehmende Angriffe islamistischer Kampfverbände wie ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien) zu verteidigen. Die Türkei ist nach wie vor nicht an einer positiven Lösung des Kurdistankonflikts interessiert und bietet den von Katar und Saudi-Arabien unterstützten Gotteskriegern einen Rückzugsraum. Hilfsgüter werden an den türkischen und irakischen Grenzen zurückgehalten. Und auch Deutschland bringt sich durch die Stationierung von „Patriot“-Abwehrraketen in den Konflikt ein.
Dabei ist das Beispiel Rojavas nicht nur im festgefahrenen Bürgerkrieg zwischen der syrischen Regierung und den aufständischen Truppen, sondern in Hinsicht auf viele weitere Konflikte wegweisend.
Die Rechtsanwältin Brigitte Kiechele war bereits mehrere Male in Rojava und wird uns in der Gaststätte Brandeck (Zellerstraße 44) ausführlich von den Eindrücken ihrer Reisen berichten.

Rojava (vorne)

Veranstaltung mit Theodor Bergmann

Wir danken Theodor Bergmann für seinen gestrigen Vortrag zum Thema Arbeiterbewegung und Krieg. Er hat uns wieder einmal alle begeistert und mit seinem 98 jährigen Wissen bereichert.
Die anschließende Diskussion war ebenso interessant, wie lebhaft, sodass alle Menschen bis zum Schluss geblieben sind (Trotzt, dass das Zimmer durch die 2h mittlerweile extrem stickig war).
Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf Theos nächsten Besuch und empfehlen bis dahin seine zahlreichen geschriebenen Bücher.

“Wir dürfen den Sozialdemokraten nicht dauern Verrat vorwerfen, sondern müssen auf die Genossen/innen der Basis zugehen und mit ihnen in Dialog treten.”

“Wir haben leider immer noch Genossen/innen in der Partei(die LINKE), die den Kapitalismus schön finden und gern Teil der Regierung sein möchten”

“Wenn wir alles von außen betrachten und nicht offen diskutieren, wird das nie was mit der Revolution”

– Theodor Bergmann 25.07.2014

 

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