{"id":186,"date":"2016-09-10T12:00:58","date_gmt":"2016-09-10T11:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/?p=186"},"modified":"2016-09-16T16:16:27","modified_gmt":"2016-09-16T15:16:27","slug":"anmerkungen-zu-einem-antiimperialistischen-verstandnis-des-syrien-kriegs-und-der-rolle-der-kurdischen-bewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/2016\/09\/10\/anmerkungen-zu-einem-antiimperialistischen-verstandnis-des-syrien-kriegs-und-der-rolle-der-kurdischen-bewegung\/","title":{"rendered":"Anmerkungen zu einem antiimperialistischen Verst\u00e4ndnis des Syrien-Kriegs und der Rolle der kurdischen Bewegung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>\u00dcbernommen von <em><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-10\/121.php\">junge Welt<\/a> &#8211; Peter Schaber<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der von allen Seiten mit immenser Brutalit\u00e4t gef\u00fchrte Krieg, der Syrien seit nunmehr f\u00fcnf Jahren heimsucht, hat eine humanit\u00e4re Katastrophe epochalen Ausma\u00dfes zur Folge: Von gesch\u00e4tzt 400.000 Toten seit Beginn der Auseinandersetzungen im Fr\u00fchling 2011 sprach Staffan de Mistura, der UN-Gesandte f\u00fcr Syrien, im April 2016 auf einer Pressekonferenz. Bereits im Juli 2015 \u00fcberstieg die Zahl der Fl\u00fcchtlinge, die das Land verlassen hatten, die Vier-Millionen-Grenze, dazu kamen laut Statistik des UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerks \u00adUNHCR bereits damals \u00bbmindestens 7,6 Millionen\u00ab Menschen, die innerhalb Syriens vertrieben worden waren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dem unbeschreiblichen Leid, das der Krieg um Syrien mit sich brachte, entspricht die Zahl der lokalen und internationalen Akteure, die sich auf syrischem Boden erbittert bek\u00e4mpfen. \u00bbEin immer wiederkehrendes Thema im syrischen B\u00fcrgerkrieg ist die schiere Vielzahl von aufst\u00e4ndischen und dschihadistischen Protagonisten\u00ab, schreibt der Nahostexperte Charles Lister in seinem Standardwerk \u00bbDer syrische Dschihad\u00ab.1 \u00bbBis Anfang 2015 haben zumindest 150.000 Aufst\u00e4ndische in 1.500 verschiedenen, operativ getrennten bewaffneten Gruppen auf diversen Ebenen an den K\u00e4mpfen in Syrien teilgenommen.\u00ab Einige dieser Organisationen haben es zu weltweiter Ber\u00fchmtheit gebracht: die k\u00fcrzlich in Fatah-Al-Scham-Front umbenannte Nusra-Front, der \u00bbIslamische Staat\u00ab oder die F\u00fchrungsgruppe der Islamischen Front, Ahrar Al-Scham. Von vielen kleineren h\u00f6rt man nur, wenn sie besonders abscheuliche Verbrechen begehen oder an strategisch bedeutenden Schlachten teilnehmen. Unterst\u00fctzt werden die verschiedenen Gruppen der Opposition von zahlreichen regionalen Staaten \u2013 allen voran der T\u00fcrkei sowie den Golfdiktaturen Saudi-Arabien und Katar \u2013 und den westlichen imperialistischen Hauptm\u00e4chten USA, Frankreich und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der gegnerische Block rund um die syrische Regierung in Damaskus ist nicht weniger vielschichtig. Auch hier k\u00e4mpfen lokale Milizen wie die Nationalen Verteidigungskr\u00e4fte (NDF), Formationen der regul\u00e4ren Syrisch-Arabischen Armee (SAA) sowie ausl\u00e4ndische Kr\u00e4fte wie die libanesische Hisbollah, schiitische Milizen aus dem Irak und Soldaten aus dem Iran. Au\u00dferdem greifen global um Einflusssph\u00e4ren ringende Staaten ein, allen voran Russland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die un\u00fcbersichtliche Vielzahl von Akteuren, die bisweilen in unterschiedlichen Konstellationen agieren, hat in der Linken entgegengesetzte Einsch\u00e4tzungen der Parteien des Syrien-Krieges hervorgebracht. W\u00e4hrend einige \u2013 beispielsweise die Kampagne \u00bbAdopt a Revolution\u00ab \u2013 sich fr\u00fch auf die Seite der \u00bbOpposition\u00ab stellten und bisweilen gar Sanktionen sowie eine milit\u00e4rische Intervention bef\u00fcrworten, fanden sich in Teilen des antiimperialistischen Spektrums unkritische Unterst\u00fctzer Baschar Al-Assads und Wladimir Putins.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Damaskus\u2013Teheran\u2013Moskau<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">In einer kleinen Schrift aus dem Mai 1917 unter dem Titel \u00bbKrieg und Revolution\u00ab hatte einer der Begr\u00fcnder der marxistischen Imperialismustheorie, Wladimir Iljitsch Lenin, darauf hingewiesen, dass es zum Verst\u00e4ndnis eines imperialistischen Krieges n\u00f6tig sei, sich die Interessenlage konkurrierender M\u00e4chte vor dem Waffengang genau anzusehen: \u00bbWenn man nicht den Zusammenhang dieses Krieges mit der vorausgegangenen Politik aufgezeigt hat, dann hat man nichts von diesem Krieg begriffen\u00ab, so der russische Revolution\u00e4r.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Geht man in Syrien nun zur\u00fcck in die Jahre vor der Eskalation der Gewalt, so wird zun\u00e4chst klar: Das geostrategisch bedeutende Land war eng verbunden mit anderen Gegnern des Westens. Syrien war ein integraler Teil der sogenannten \u00bbAchse des Widerstands\u00ab (Dschabha Al-Mukawama), des informellen B\u00fcndnisses zwischen Teheran, Damaskus, der libanesischen Hisbollah und der pal\u00e4stinensischen Hamas. Fernab davon, irgendwelche relevanten gemeinsamen gesellschaftspolitischen Visionen zu teilen, hatte das B\u00fcndnis der religi\u00f6s wie politisch sehr unterschiedlichen Kr\u00e4fte im Grunde nur zwei Ziele: einen Bruch mit der US-amerikanischen Hegemonie in der Region und den Kampf gegen Israel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Syrien war logistisch aus Sicht der anderen an der \u00bbWiderstandsachse\u00ab Beteiligten von immenser Wichtigkeit. Das Land sei \u00bbder goldene Ring in der Kette des Widerstands\u00ab, formulierte Ali Akbar Welajati, Chef des iranischen<em> \u00bb<\/em>Zentrums f\u00fcr strategische Studien\u00ab, im Jahr 2010. Die Bedeutung der Achse Damaskus\u2013Teheran fasst Jubin Goodarzi in einem ausf\u00fchrlichen Aufsatz f\u00fcr den Thinktank \u00bbWoodrow Wilson International Center for Scholars\u00ab so zusammen: \u00bbSogar in der \u00c4ra nach dem Kalten Krieg mit ihrer amerikanischen Vorherrschaft auf regionaler wie internationaler Ebene und trotz der Einf\u00fchrung wirtschaftlicher Sanktionen gegen beide L\u00e4nder waren Syrien und der Iran in der Lage, sich erheblichen Einfluss im Mittleren Osten, insbesondere im Irak, im Libanon und in anderen Staaten der Region zu sichern.\u00ab2<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Neben der Einbindung in die \u00bbAchse des Widerstands\u00ab muss zum Verst\u00e4ndnis der Ausgangslage in Syrien das Verh\u00e4ltnis zwischen Moskau und dem Baath-Regime betrachtet werden. Die russisch-syrischen Beziehungen waren zu Beginn der 2000er Jahre nicht so rosig, wie es aus heutiger Sicht im R\u00fcckblick erscheinen mag. Moskau befand sich noch in einem Prozess der Ann\u00e4herung an die \u00bbwestliche Wertegemeinschaft\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zwar waren traditionelle Verbindungen zu Syrien noch aus der Sowjetzeit geblieben \u2013 unter anderem in Form von 3,7 Milliarden US-Dollar Schulden, die Damaskus beim Kreml hatte (und die sp\u00e4ter im Austausch gegen die Zusage gemeinsamer Wirtschaftsprojekte teilweise erlassen wurden). Doch war das Handelsvolumen nicht allzu bedeutend, und auch die Waffenlieferungen, einer der wichtigsten Sektoren der Zusammenarbeit, blieben noch relativ begrenzt. Dies \u00e4nderte sich im Jahr 2005, als sich die \u00bbrussisch-syrischen Beziehungen dramatisch verbesserten\u00ab, wie der Russland-Experte Mark N. Katz in einer Studie f\u00fcr die <em>Middle East Review of International Affairs<\/em> 2006 bilanzierte.3<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bis zum Beginn des Syrien-Krieges festigten sich die Verbindungen zwischen Damaskus und Moskau. Mit der Marinebasis Tartus verf\u00fcgt Russland in Syrien \u00fcber den einzigen St\u00fctzpunkt f\u00fcr seine Kriegsschiffe im Mittelmeer. Die Regierung Baschar Al-Assads kauft vor allem R\u00fcstungsg\u00fcter best\u00e4ndig in Russland. Und zur Ausbeutung von Rohstoffvorkommen bestehen lukrative Milliardenvertr\u00e4ge mit russischen Unternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zudem hatte sich bereits vor der milit\u00e4rischen Eskalation ein Ringen um Syrien zwischen zwei bedeutenden Exporteuren von Erdgas abgezeichnet: Katar wollte eine Pipeline \u00fcber Saudi-Arabien, Syrien und die T\u00fcrkei nach Europa legen. Das Projekt wurde von Damaskus abgelehnt zugunsten eines konkurrierenden Vorhabens: einer Pipeline aus dem Iran \u00fcber den Irak und Syrien. Wenig \u00fcberraschend sprachen sich die USA f\u00fcr das erste, Russland f\u00fcr das zweite Projekt aus. Damaskus entschied sich 2011 f\u00fcr die iranische Variante. Wegen der weitreichenden Implikationen der beiden Pipelineprojekte und der \u00bbscharf entgegengesetzten\u00ab Interessen Washingtons und Moskaus in dieser Frage sprechen Mitchell A. Orenstein und George Romer in einer Analyse f\u00fcr <em>Foreign Affairs<\/em> sogar von \u00bbSyriens Gaskrieg\u00ab.4<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gleichwohl kann die Vehemenz des russischen Eintretens f\u00fcr den Verbleib Assads nicht v\u00f6llig verstanden werden, ohne auch vorhergegangene Interventionen in Betracht zu ziehen: Bereits der Sturz Muammar Al-Ghaddafis in Libyen beeintr\u00e4chtigte Moskaus Interessen in der Region. Der russische Au\u00dfenminister Sergej Lawrow sprach damals von einem \u00bbKreuzzug\u00ab des Westens und der zunehmenden Tendenz zur Einmischung in anderer L\u00e4nder Angelegenheiten. Und auch in Osteuropa erreichte das Vorr\u00fccken der NATO gegen Russland in den vergangenen Jahren ein neues Niveau.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">USA: Milliarden f\u00fcr Milizen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Als im Jahr 2011 in Syrien \u2013 durchaus aus \u00bbinternen\u00ab wirtschaftlichen wie politischen Gr\u00fcnden \u2013 Proteste gegen die autorit\u00e4re, zunehmend neoliberale Herrschaft Baschar Al-Assads begannen, bezog der Westen fr\u00fch Position. \u00bbAssad muss weg\u00ab, lautete die Losung. Dass es sich dabei nicht um eine aus \u00bbhumanit\u00e4ren\u00ab Gr\u00fcnden erhobene Forderung handelte, zeigt ein Vergleich mit anderen Regimen der Region \u2013 etwa der T\u00fcrkei, Bahrains oder Saudi-Arabiens \u2013, deren Polizei- und Milit\u00e4rkr\u00e4fte in den vergangenen Jahren noch grausamer gegen Oppositionelle vorgingen als der syrische Staat zu Beginn der Revolte: Nie wurde hier der Ruf nach Sanktionen, R\u00fccktritt oder gar milit\u00e4rischem Eingreifen laut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten und ihrer internationalen wie regionalen Partner, den syrischen Pr\u00e4sidenten zu st\u00fcrzen, liegt unmittelbar in der Rolle Syriens f\u00fcr die antiwestliche Achse und als Partner Moskaus begr\u00fcndet. F\u00fcr das Greater-Middle-East-Project, das Vorhaben der Umgestaltung des gesamten Mittleren Ostens nach westlichen Vorgaben, stellte Damaskus ein Hindernis dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Und: Die Schw\u00e4chung Syriens bedeutete zugleich einen schweren Schlag f\u00fcr seine Verb\u00fcndeten. \u00bbW\u00e4hrend die Regierung Baschar Al-Assads wankt, wird Syrien zur Achillesferse des Iran. Der Iran hat eine gro\u00dfe Menge an Ressourcen in das Land gepumpt\u00ab, stellte der ehemalige Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Efraim Halevy, schon 2012 in einem Kommentar f\u00fcr die <em>New York Times<\/em> fest. Vom Fall Assads erhoffte sich Halevy, dass \u00bbdie gesamten Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in der Region sich ver\u00e4ndern werden\u00ab: Hisbollah und Hamas w\u00fcrden geschw\u00e4cht, und das \u00bbiranische Volk k\u00f6nnte einmal mehr gegen das Regime aufstehen, das ihm soviel Schmerz und Leid gebracht hat\u00ab. Neben der Ukraine bildet Syrien zudem einen wichtigen Schauplatz der Auseinandersetzung des Westens mit einem selbstbewusster werdenden russischen Imperialismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aus diesen Gr\u00fcnden haben die USA riesige Summen in unterschiedliche Rebellenfraktionen gesteckt, sie milit\u00e4risch ausgebildet und mit Waffen versorgt. Im Juni 2015 berichtete die <em>Washington Post<\/em>, dass die geheimen Mittel, die allein die CIA f\u00fcr Operationen in Syrien ausgebe, etwa eine Milliarde US-Dollar j\u00e4hrlich betragen. Es handle sich damit \u00bbum eine der gr\u00f6\u00dften verdeckten Operationen\u00ab des Dienstes.5 \u00bbAnders gesagt: Die USA haben einen echten Krieg gegen Syrien begonnen, und nur wenige Amerikaner haben das \u00fcberhaupt mitbekommen\u00ab, kommentiert Patrick Higgins im linken <em>Jacobin Magazine<\/em>.6<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Waffen und Gelder an \u00bbRebellen\u00ab flossen nicht alleine von der CIA. Andere Dienste und Stellen in den Vereinigten Staaten wie etwa das Verteidigungsministerium (DoD) sponserten ebenfalls. Dazu kommen Zuwendungen aus den Golfmonarchien, der T\u00fcrkei, Frankreich und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Gros der Mittel diente einem Vorhaben: Wollte man Baschar Al-Assad ohne eigene \u00bbBoots on the ground\u00ab (Stiefel auf dem Boden) beseitigen, musste eine zuverl\u00e4ssige, vereinheitlichte Rebellenkraft aufgebaut werden, die milit\u00e4risch handlungsf\u00e4hig und politisch vertrauensw\u00fcrdig ist. Den Idealfall \u2013 der freilich bislang nie eintrat \u2013 beschrieb der ehemalige CIA-Analyst Kenneth M. Pollack f\u00fcr den US-Thinktank \u00bbBrookings Institution\u00ab unter dem Titel \u00bbEine bessere Armee der syrischen Opposition aufbauen\u00ab.7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die \u00bbNeue Syrische Armee\u00ab (NSA) \u2013 die \u00bbSyrien regieren soll, wenn der Krieg vorbei ist\u00ab \u2013 m\u00fcsse \u00bbprinzipiell verschieden\u00ab von der \u00bbFreien Syrischen Armee\u00ab (FSA) sein, diesem \u00bbtotgeborenen und l\u00e4cherlich gemachten Amalgam\u00ab, so Pollack. In der NSA solle eine strikte milit\u00e4rische Hierarchie herrschen, und die verschiedenen religi\u00f6sen, ethnischen und sozialen Identit\u00e4ten d\u00fcrften keine Rolle spielen. Das m\u00fcsse nicht hei\u00dfen, dass die Rekruten s\u00e4kular sein sollen. Sie k\u00f6nnen \u00bbsogar tiefreligi\u00f6s sein, auch salafistisch\u00ab, solange sie \u00bbprofessionell\u00ab handelten und sich an den \u00bbCode of conduct\u00ab (die Verhaltensregeln) der Armee hielten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aufgebaut werde diese Armee zun\u00e4chst \u00bbam besten nicht in Syrien\u00ab, sondern in Nachbarl\u00e4ndern wie der T\u00fcrkei oder Jordanien. Als Armee solle die NSA \u00bbapolitisch\u00ab sein, wenn \u00fcberhaupt, dann nur an \u00bbsyrischem Nationalismus\u00ab orientiert. Die aus mehreren zehntausend K\u00e4mpfern bestehende Armee solle dann logistisch sowie durch Luftschl\u00e4ge und m\u00f6glicherweise eine Flugverbotszone \u2013 um die M\u00f6glichkeiten Russlands und des Irans einzuschr\u00e4nken\u00a0\u2013 unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Vorschlag stammt aus dem Oktober 2014, und bekanntlich wurde eine solche Armee trotz einiger Bem\u00fchungen bislang nicht geschaffen. Die Chancen, dass das noch geschieht, stehen schlecht. Statt dessen nahmen nach dem Scheitern wilder Versuche, alle m\u00f6glichen Gruppen zu f\u00f6rdern, die irgendwie gegen Assad standen, innerhalb der NATO zwei unterschiedliche Strategien Gestalt an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die eine Linie ist eng mit der Au\u00dfenpolitik der T\u00fcrkei verbunden und wurde nach dem Einmarsch t\u00fcrkischer Truppen in die syrische Grenzstadt Dscharabulus Ende August offen sichtbar: Die AKP-Regierung setzt auf die Unterst\u00fctzung einer breiten Palette sunnitischer Dschihadistengruppen, die sie zusammen mit vom t\u00fcrkischen Geheimdienst gelenkten Turkmenen-Milizen zu einer einheitlichen Kraft zusammenschlie\u00dfen und als Proxy, also als Stellvertreter, in Syrien einsetzen will. Der Gro\u00dfteil der beteiligten Organisationen8 k\u00e4mpft f\u00fcr ein islamisches Staatswesen in Syrien auf Grundlage der Scharia. Ankara will sie gegen seine zwei Feinde in Syrien zu Felde f\u00fchren: Baschar Al-Assad und die Kr\u00e4fte der kurdischen Befreiungsbewegung rund um die Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihre Volksverteidigungseinheiten (YPG).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dieses Vorgehen unterscheidet sich von der Strategie Washingtons. Zwar unterst\u00fctzen auch die USA immer noch FSA-Gruppen und dschihadistische Fraktionen. Doch hat sich das Hauptaugenmerk auf die YPG und die mit ihnen verb\u00fcndeten \u00bbDemokratischen Kr\u00e4fte Syriens\u00ab (SDF) verschoben. Die USA fliegen massive Luftangriffe zur Unterst\u00fctzung der kurdischen Milizen, bilden ihre K\u00e4mpfer aus, liefern Logistik und sind selbst mit Spezialkr\u00e4ften an der Seite der Kurden vertreten. Sprecher Washingtons schw\u00e4rmen von SDF und YPG als \u00bbunseren Alliierten\u00ab in Syrien, hochrangige Milit\u00e4rs und Politiker sind regelm\u00e4\u00dfig im kurdischen Autonomiegebiet Rojava zu Gast.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">\u00bbHandlanger\u00ab des Imperialismus?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Zusammenarbeit mit dem US-Imperialismus hat den kurdischen Kr\u00e4ften aus einigen antiimperialistischen Kreisen den Vorwurf eingetragen, sich zum \u00bbHandlanger\u00ab der USA in der Region zu machen. Sieht man sich die konkrete Situation allerdings genauer an, so wird schnell klar, dass die Anschuldigungen (bislang) unbegr\u00fcndet sind und meist selbst einem sehr verk\u00fcrzten Verst\u00e4ndnis von Antiimperialismus entspringen, das im Grunde eher moralisierend als politisch ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vielmehr verh\u00e4lt es sich so, dass die kurdische Bewegung rund um die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die syrisch-kurdische PYD und ihre bewaffneten Kr\u00e4fte YPG die einzige wirkm\u00e4chtige Kraft in Syrien sind, die zum einen eine politische Idee vertritt, die f\u00fcr das gesamte Land\u00a0\u2013 also jenseits konfessioneller und ethnischer Trennlinien \u2013 eine m\u00f6gliche gesellschaftliche Alternative entwirft. Zum anderen sind die kurdischen Parteien und Verb\u00e4nde die einzigen, deren Inhalte in irgendeiner Weise als Bezugspunkt f\u00fcr die internationalistische Linke gelten k\u00f6nnen: R\u00e4tedemokratie, Geschlechtergerechtigkeit und Ablehnung rassistischer wie religi\u00f6ser Diskriminierung. Sozialistisch in ihrer Gesamtheit sind sie zwar nicht, doch gibt es in ihnen sozialistische, anarchistische und kommunistische Str\u00f6mungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Erscheint so die kurdische Bewegung als der \u00bblogische\u00ab Bezugspunkt der internationalen Linken (und ist dies ja auch in der Tat f\u00fcr zahlreiche kommunistische, anarchistische und sozialistische Gruppen weltweit), so bem\u00fcht sich eine Minderheit um ihre Diffamierung als \u00bbproimperialistische\u00ab Stellvertreterkr\u00e4fte. Diese Auffassung ignoriert vollst\u00e4ndig die zwischenimperialistischen Widerspr\u00fcche in Syrien, die USA (und Israel) werden als omnipotente globale Strippenzieher phantasiert, und die Frontstellung gegen diese beiden L\u00e4nder ist das einzige Kriterium zur Bewertung eines bestimmten Akteurs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gegen diese verk\u00fcrzte Auffassung haben sich eine Reihe kurdischer und t\u00fcrkischer Sozialisten zu Wort gemeldet: \u00bbKollaboration ist nicht die Annahme milit\u00e4rischer Hilfe w\u00e4hrend der Bedrohung durch ein Massaker, sondern das Eintreten in imperialistische Abh\u00e4ngigkeit und koloniale Beziehungen\u00ab, erinnert etwa Ridvan Turan in der kurdischen Tageszeitung <em>\u00d6zg\u00fcr G\u00fcndem. \u00bb<\/em>Zu behaupten, dass die Annahme von Waffen diese Bedeutung habe, ist eine vollst\u00e4ndige Absage an den Klassenkampf. Der Charakter solcher Beziehungen wird nicht in einem \u203aMoment\u2039 definiert, sondern im Laufe eines \u203aProzesses\u2039.\u00ab9<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Notwendige Gratwanderung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Turan bem\u00fcht einen Vergleich: \u00bbDenkt daran, dass es Lenins Transport aus der Schweiz nach St. Petersburg mit der n\u00f6tigen materiellen Unterst\u00fctzung durch den deutschen Imperialismus war, der zu einem der besten Momente des Ersten Weltkriegs f\u00fchrte.\u00ab Lenin nutzte Interessenkonflikte zwischen imperialistischen M\u00e4chten f\u00fcr seine eigenen Zwecke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Grunde ist es genau das, was die kurdische Bewegung in Syrien tut. Aus den Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen zwischen den verschiedenen imperialistischen M\u00e4chten, die im \u00bbGreat Game\u00ab um Syrien mitspielen, hat sich f\u00fcr die einzige gr\u00f6\u00dfere progressive Kraft in diesem Krieg eine Chance er\u00f6ffnet. PYD und YPG erk\u00e4mpften sich zun\u00e4chst eine starke Position in ihren Kerngebieten und suchten dann mit zentralen Akteuren ein stabiles Verh\u00e4ltnis: Sie eskalierten den Konflikt mit dem Assad-Regime nicht, arbeiteten sogar, wo es ihnen n\u00fctzte, mit Damaskus zusammen. Sie setzen nicht allein auf die USA, sondern sind auch um ein gutes Verh\u00e4ltnis zu Russland bem\u00fcht und pflegen dementsprechend diplomatische Kontakte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese taktisch kluge Politik hat ein Ziel: Die zwei Kr\u00e4fte, die der Entwicklung des kurdischen Projekts am feindlichsten gegen\u00fcberstehen \u2013 dschihadistische Fraktionen inklusive IS sowie die T\u00fcrkei \u2013 daran zu hindern, die Fortschritte des Prozesses in Rojava zu beseitigen. Als ich vor kurzem mit einer der h\u00f6chsten Repr\u00e4sentantinnen der PKK in den Kandil-Bergen, Bese Hozat, sprach, erkl\u00e4rte sie: \u00bbWir vertrauen keiner der M\u00e4chte in der Region \u2013 weder Russland noch den USA noch sonst jemandem. Aber wir versuchen, B\u00fcndnisse zu schaffen, mit deren Hilfe wir unsere Politik durchsetzen k\u00f6nnen.\u00ab In der Tat ist dieses Vorgehen ohne sinnvolle Alternative: Die einzige andere M\u00f6glichkeit, die die Anh\u00e4nger des verk\u00fcrzten \u00bbAntiimperialismus\u00ab der kurdischen Bewegung etwa w\u00e4hrend der Belagerung Kobanis h\u00e4tten vorschlagen k\u00f6nnen, w\u00e4re, sich f\u00fcr die \u00bbreine Lehre\u00ab in Europa und den USA sitzender Kommentatoren umbringen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gleichwohl ist das taktische B\u00fcndnis mit imperialistischen M\u00e4chten immer eine Gratwanderung. Die USA unterst\u00fctzen die Kurden ja nicht aus N\u00e4chstenliebe, sondern um ihre eigenen Interessen zur Geltung zu bringen. Daraus resultiert das Spannungsfeld, in dem die kurdischen Kr\u00e4fte agieren m\u00fcssen: W\u00e4hrend sie auf der einen Seite die Unterst\u00fctzung der USA annehmen, m\u00fcssen sie auf der anderen Versuche Washingtons, sie zu willigen Kollaborateuren zu machen, zur\u00fcckweisen. Bislang ist PYD und YPG genau das gelungen: Sie haben sich der Eingliederung in die FSA (als diese noch schlagkr\u00e4ftiger war) widersetzt, ebenso dem Beitritt zum proimperialistischen \u00bbNationalkongress Syrischer Kurden\u00ab (ENKS). Sie haben \u2013 etwa bei der Offensive auf Manbidsch \u2013 entgegen den Priorit\u00e4ten der USA eigene milit\u00e4rische Ziele ausgew\u00e4hlt und verfolgt. Niemals haben sie ihr freundschaftliches Verh\u00e4ltnis zur in den USA wie in Europa verbotenen und verfolgten PKK in Frage gestellt, ebensowenig das Festhalten am alternativen Gesellschaftsprojekt des \u00bbdemokratischen Konf\u00f6deralismus\u00ab.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Internationale Solidarit\u00e4t<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Kann man den Kurden bislang also keineswegs irgendeine \u00bbKollaboration\u00ab vorwerfen, so zeichnet sich dennoch im imperialistischen Kr\u00e4ftediagramm immer mehr die Br\u00fcchigkeit diverser B\u00fcndnisse ab. Die erneute Ann\u00e4herung von Russland an die T\u00fcrkei sowie der von den USA unterst\u00fctzte Einmarsch t\u00fcrkischer Truppen nach Syrien k\u00f6nnten eine Dynamik ansto\u00dfen, die es auch f\u00fcr PYD und YPG schwieriger machen wird, ihre taktische Gratwanderung fortzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch gerade deshalb sind direkte Unterst\u00fctzung durch Internationalisten sowie \u00f6ffentlicher Druck auch in den imperialistischen Kernl\u00e4ndern wichtiger denn je. Das Scheitern des demokratischen Autonomieprojektes in Rojava w\u00e4re ein schwerer Schlag f\u00fcr eine sich als antiimperialistisch verstehende Linke. Denn letztlich muss jeder, der versucht, mit der Hegemonie der USA, Frankreichs, Russlands oder der T\u00fcrkei in der Region zu brechen, eine politische Idee vorschlagen, die zumindest in der Theorie eine eigenst\u00e4ndige Entwicklung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die kurdische Bewegung verf\u00fcgt \u00fcber so eine Idee, die zudem noch f\u00fcr eine sozialistische Entwicklung hin offen ist. Weder Assad noch die Hisbollah, der Iran oder andere Lieblingsprojektionsfl\u00e4chen einiger \u00bbAntiimperialisten\u00ab haben eine vergleichbare Vision gesellschaftlicher Umgestaltung. Wenn also die Kurden scheitern, wird auch der Kampf um eine selbst\u00e4ndige, autonome Entwicklung der gesamten Region zur\u00fcckgeworfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anmerkungen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1 Charles Lister: The Syrian Jihad. Al-Qaeda, The Islamic State and the Evolution of an Insurgency, London 2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">2 <a href=\"https:\/\/www.wilsoncenter.org\/sites\/default\/file\/iran_syria_crossroads_fall_tehran_damascus_axis.pdf\">https:\/\/www.wilsoncenter.org\/sites\/default\/file\/iran_syria_crossroads_fall_tehran_damascus_axis.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">3 <a href=\"http:\/\/a%20href=\" target=\"_blank\">http:\/\/<\/a><a href=\"http:\/\/www.rubincenter.org\/meria\/2006\/03\/Katz.pdf\" target=\"_blank\">www.rubincenter.org\/meria\/2006\/03\/Katz.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">4 <a href=\"https:\/\/a%20href=\" target=\"_blank\">https:\/\/<\/a><a href=\"http:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/syria\/2015-10-14\/putins-gas-attack\" target=\"_blank\">www.foreignaffairs.com\/articles\/syria\/2015-10-14\/putins-gas-attack<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">5 <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/lawmakers-move-to-curb-1-billion-cia-program-to-train-syrian-rebels\/2015\/06\/12\/b0f45a9e-1114-11e5-adec-e82f8395c032_story.html\">https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/lawmakers-move-to-curb-1-billion-cia-program-to-train-syrian-rebels\/2015\/06\/12\/b0f45a9e-1114-11e5-adec-e82f8395c032_story.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">6 <a href=\"https:\/\/a%20href=\" target=\"_blank\">https:\/\/<\/a><a href=\"http:\/\/www.jacobinmag.com\/2015\/08\/syria-civil-war-nato-military-intervention\/\" target=\"_blank\">www.jacobinmag.com\/2015\/08\/syria-civil-war-nato-military-intervention\/<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">7 <a href=\"https:\/\/a%20href=\" target=\"_blank\">https:\/\/<\/a><a href=\"http:\/\/www.brookings.edu\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Building-a-Better-Syrian-Armyweb.pdf\" target=\"_blank\">www.brookings.edu\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Building-a-Better-Syrian-Armyweb.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">8 Dabei sind unter anderem: Ahrar Al-Scham, Harka Nur Al-Din Al-Senki, Sultan-Murad-Brigaden, Dschabha Al-Schamija, Dschaisch Al-Tahrir und Failak Al-Scham<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">9 \u00dcbersetzt auf: <a href=\"https:\/\/a%20href=\" target=\"_blank\">https:\/\/<\/a><a href=\"http:\/\/www.nadir.org\/nadir\/initiativ\/isku\/pressekurdturk\/2014\/44\/15.htm\" target=\"_blank\">www.nadir.org\/nadir\/initiativ\/isku\/pressekurdturk\/2014\/44\/15.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der von allen Seiten mit immenser Brutalit\u00e4t gef\u00fchrte Krieg, der Syrien seit nunmehr f\u00fcnf Jahren heimsucht, hat eine humanit\u00e4re Katastrophe epochalen Ausma\u00dfes zur Folge: Von gesch\u00e4tzt 400.000 Toten seit Beginn der Auseinandersetzungen im Fr\u00fchling 2011 sprach Staffan de Mistura, der UN-Gesandte f\u00fcr Syrien, im April 2016 auf einer Pressekonferenz. Bereits im Juli 2015 \u00fcberstieg die Zahl der Fl\u00fcchtlinge, die das Land verlassen hatten, die Vier-Millionen-Grenze, dazu kamen laut Statistik des UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerks \u00adUNHCR bereits damals \u00bbmindestens 7,6 Millionen\u00ab Menschen, die innerhalb Syriens vertrieben worden waren.<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":205,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[27,8],"tags":[],"class_list":["post-186","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-analyse","category-kurdistan"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2016\/09\/86395.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4o1qP-30","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":203,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186\/revisions\/203"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/205"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/hevi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}