{"id":509,"date":"2013-12-25T22:15:00","date_gmt":"2013-12-25T22:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/linksjugendsolidortenau.wordpress.com\/?p=509"},"modified":"2013-12-25T22:15:00","modified_gmt":"2013-12-25T22:15:00","slug":"fukushima-und-die-menschheit-hat-nichts-gelernt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/ortenau\/2013\/12\/25\/fukushima-und-die-menschheit-hat-nichts-gelernt\/","title":{"rendered":"Fukushima und die Menschheit hat nichts gelernt"},"content":{"rendered":"<p>Am 11. M\u00e4rz 2011 ereignete sich das gr\u00f6\u00dfte Atomungl\u00fcck in der Geschichte, in Japan, dem zuvor ein Beben mit der Intensit\u00e4t 7 vorausgegangen war. Da die K\u00fchlung der Reaktoren durch das Beben unterbrochen wurde, kam es zu einer Kernschmelze in Block 1, 2 und 3.<br \/>\nDer Schaden wurde zun\u00e4chst von Tepco klein geredet und immer wieder geleugnet, bis die Sch\u00e4den nicht mehr zu \u00fcbersehen waren.<\/p>\n<p>\u00dcber 150000 Menschen wurden verstrahlt, sowie tausende Tiere get\u00f6tet. Millionen von Menschen werden unter den Sp\u00e4tfolgen leiden m\u00fcssen&#8230;.<\/p>\n<p>Um die Reaktoren zu k\u00fchlen und eine weitere Katastrophe zu verhindern, wird Meerwasser in die T\u00fcrme gepumpt. Dieses flie\u00dft aber, da nicht gen\u00fcgend Auffangbecken bereit stehen, danach zur\u00fcck ins Meer. Somit gelangen derzeit etwa 300 Tonnen radioaktives Wasser pro Tag in den pazifischen Ozean und kontaminiert tausende von Lebewesen.<br \/>\nFischer fanden Fische, die das 2500 fache der Lebensmittelgrenze f\u00fcr Radioaktivit\u00e4t \u00fcberschreitet. Bei Walr\u00f6ssern, Eisb\u00e4ren und Robben in Alaska, bilden sich offene Wunden und Tumore und selbst an der Westk\u00fcste der USA nimmt man schon erh\u00f6hte radioaktive Werte wahr, sowie ein zunehmendes Seel\u00f6wen sterben.<br \/>\nWenn Tepco weiterhin solche Mengen an K\u00fchlwasser in die Weltmeere l\u00e4sst, dann wird der pazifische Ozean die Ostsee (in den 60ern und 70ern gab es dort mehrere Atombombentests) bald als radioaktivstes Meer abl\u00f6sen.<br \/>\nIm August 2013 stellte man fest, dass ein Auffangbeh\u00e4lter ein Leck hatte und somit hunderte Tonnen von verstrahltem Wasser im Erdboden versickerte und letzten Endes ins Grundwasser gelangte. Die Wassertanks, welche \u00fcberall verstreut auf dem Gel\u00e4nde stehen haben keine Abdeckung, keinen au\u00dfen angebrachten Messer, an dem man den Wasserstand ablesen kann und manche stehen an einem Gef\u00e4lle von ca. 2% was ein \u00fcberschwappen durch Regen vorprogrammiert.<br \/>\nDie Ausr\u00fcstung von Tepco wird von Experten als v\u00f6llig unzureichend gesehen und die Regierung nimmt ausl\u00e4ndische Hilfsangebote nur z\u00f6gernd oder gar nicht an. Der Krisenstab des AKW-Betreibers ist total \u00fcberfordert und untersch\u00e4tzt die Kosten, welche jetzt schon nach unabh\u00e4ngigen Beobachtern an die 100 Mrd. Aufw\u00e4rts betragen, bei weitem.<br \/>\nMit der Bergung der 1500 Brennelemente aus Block 4 hat Tepco die Menschheit vor ein paar Wochen wieder an den Rand des Abgrundes getrieben. Erst auf \u00f6ffentlichem Druck hin wurde diese riskante Bergung erst einmal ge\u00fcbt, bevor man sofort loslegte.<br \/>\nAm 08.12.2013 wurde ein Leck an der Atomruine in Fukushima entdeckt, an dem die h\u00f6chste Radioaktivit\u00e4t die jemals an einem AKW gemessen wurde gemessen. Ein Mensch der solch einer Strahlung ausgesetzt w\u00e4re, w\u00fcrde innerhalb von 20 Minuten sterben.<\/p>\n<p>Nach dem Beben am 16. Juli 2007 und dem Austritt von radioaktiven D\u00e4mpfen aus dem AKW in Kashiwazaki-Kariwa, hielt Tepco es auch nicht f\u00fcr n\u00f6tig, seine Atomkraftwerke vor solchen k\u00fcnftigen Katastrophen zu wappnen. Im Gegenteil, man versuchte schnellstm\u00f6glich das besch\u00e4digte AKW, welches auf einer geologischen Verwerfung errichtet war, wieder ans Netz zu bringen.<br \/>\nUm solch eine Preisgabe von brisanten Informationen zuk\u00fcnftig unter Strafe zu stellen, hat die japanische Regierung unter massivem Protest der Opposition ein Gesetz beschlossen, dass es verbietet, Staatsgeheimnisse zu enth\u00fcllen. Bei Versto\u00df wird der oder die Betroffene mit bis zu 10 Jahren Haft sanktioniert.<br \/>\nWas dabei Staatsgeheimnis ist und was nicht ist im Gesetzestext sehr schwammig formuliert. Erst auf Druck der Bev\u00f6lkerung, wurden Journalisten davon ausgeschlossen, sofern diese ihre Informationen nicht \u00fcber \u201edubiose\u201c Wege erhalten.<\/p>\n<p>Das Kapital l\u00e4sst sich aber von solch einer Katastrophe nicht abschrecken und setzte sich deshalb f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung und den Ausbau der Atomenergie ein. \u00dcberall auf der Welt sprie\u00dfen die Atomkraftwerke wie Pilze aus dem Boden. Selbst Japan will weiterhin an der Atomkraft festhalten.<br \/>\nDie Energiekonzerne interessiert nur der kurzfristige Gewinn, den sie mit dieser Energieform erzielen und \u00fcberlassen die Endlagerungskosten, sowie die Kosten f\u00fcr Umweltsch\u00e4den der Allgemeinheit. Dabei nehmen sie auch gerne den Tod und die Missgestaltung Tausender Menschen und Tiere in Kauf.<\/p>\n<p>Wenn Kapitalinteressen gegen Umweltschutz versto\u00dfen, dann muss Umweltschutz gegen Kapitalinteressen durchgesetzt werden.<\/p>\n<p>Verfasser: Yahin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11. M\u00e4rz 2011 ereignete sich das gr\u00f6\u00dfte Atomungl\u00fcck in der Geschichte, in Japan, dem zuvor ein Beben mit der Intensit\u00e4t 7 vorausgegangen war. 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