{"id":653,"date":"2014-06-12T10:56:43","date_gmt":"2014-06-12T10:56:43","guid":{"rendered":"http:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/ortenau\/?p=653"},"modified":"2014-06-12T10:56:43","modified_gmt":"2014-06-12T10:56:43","slug":"wm-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linksjugend-solid-bw.de\/ortenau\/2014\/06\/12\/wm-2014\/","title":{"rendered":"WM 2014"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #333333\">Heute ist es wieder soweit. Die Welt schaut gebannt nach Brasilien, wie 22 Personen versuchen werden einem Ball hinter her zu rennen. Brot und Spiele sind also er\u00f6ffnet, in diesem Spektakel ger\u00e4t was hinter den Stadien passiert, schnell in Vergessenheit. In Brasilien werden Menschen aus ihren H\u00fctten vertrieben, Milliarden von Steuergelder werden f\u00fcr einmalige Bespa\u00dfungsbauten ausgegeben, aber glei<\/span><span class=\"text_exposed_show\" style=\"color: #333333\">chzeitig sind hunderttausende ohne Wohnung und hungern. W\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung gegen die sozialen Missst\u00e4nde demonstriert, hebelt die Regierung das Versammlungs- und Streikrecht aus und schl\u00e4gt Streiks, sowie Demonstrationen blutig nieder.<br \/>\nAuch in Katar, wo die WM 2022 stattfinden wird, nehmen die Skandale immer krassere Ausma\u00dfe an. Nicht nur, dass das Land ein Feudaler-Staat ist, in dem Demokratie zu den Fremdw\u00f6rtern geh\u00f6rt und Kritiker zum Tode verurteilt werden, nein auch Tausende von Gastarbeitern aus dem Ausland, werden wie Sklaven im Land gehalten. Ganz zu schweigen von dem Lebensstandard dieser Leute, die entweder wenig oder gar kein Lohn erhalten, auf den Baustellen ohne Sicherheitsvorkehrungen arbeiten m\u00fcssen und die dort keinerlei Rechte besitzen. Es ist eine Schande, dass in diesen beiden L\u00e4ndern die Fu\u00dfballweltmeisterschaft stattfindet, welche eigentlich ein Zeichen f\u00fcr Solidarit\u00e4t und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung sein sollte. Doch gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung werden in den Veranstaltungsl\u00e4ndern von dem Ereignis ausgeschlossen, w\u00e4hrend die FIFA und Baukonzerne profitieren. Hier wird verzweifelt das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Den Preis f\u00fcr dieses System zahlen die Obdachlosen und Unterbezahlten.<br \/>\nEs ist auch eine Schande, dass die anderen Nationen und die jeweiligen Nationalmannschaften keinerlei Kritik an diesen Zust\u00e4nden \u00e4u\u00dfern und die L\u00e4nder zu Verbesserung der Lage aufrufen. Stattdessen wird so getan, als sei dies alles normal. Denn schlie\u00dflich geht es ja nur um den Fu\u00dfball.<br \/>\nIn Deutschland hei\u00dft es ab Donnerstag wieder, dass die Regierung endlich wieder mit dem Nationalstolz und Gemeinschaftsgef\u00fchl der WM von der Politik ablenken kann. Ausbeutender Besitzer und ausgebeuteter Arbeiter schwingen absurder weise die selbe Fahne. Man vergisst, dass Kapitalisten und Politiker uns ausbeuten, man vergisst, dass Deutschland an Kriegseins\u00e4tzen auf der ganzen Welt beteiligt ist und man verdr\u00e4ngt, dass Deutschland gerade die gesamte EU unter ihre Kontrolle bringt. Der Nationalismus wird hierbei von staatlicher Seite durch gro\u00dfe Public Viewings gepusht. Dieser ist vor allem in einer Zeit von NSU und vermehrten Angriffen auf Fl\u00fcchtlingsheime ein gef\u00e4hrliches Instrument der Herrschenden.<br \/>\nWeltweit wollen wir den Ablenkungsman\u00f6vern der Politik entgegenstehen und wie in Brasilien organisiert f\u00fcr ein w\u00fcrdevolles Leben einstehen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist es wieder soweit. Die Welt schaut gebannt nach Brasilien, wie 22 Personen versuchen werden einem Ball hinter her zu rennen. 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