Unsere rede der Linksjugend Solid Rems-Murr auf der Gedenkdemonstration in Winterbach

Liebe Winterbacher:Innen. Wir kommen nun zu den Jahren 2013 bis heute.

Ein Gespenst geht um. Nein, nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Das Gespenst des neoliberalen Rechtspopulismus. Hier in Deutschland, auch im Rems-Murr Kreis hat es sich in Form der AfD manifestiert. Eine Partei, deren Sprache und Rhetorik als geistiger Brandstifter für viele faschistische Anschläge und Attentate der letzten Jahre diente.

Das zeigte sich zuletzt auch hier in Schorndorf. Bei dem wahrscheinlich größten Wahlkampf-Event der AfD während den Landtagswahlen, lud die AfD mehrere Bundestagsabgeordnete zu einer Demonstration nach Schorndorf ein. Zu diesem Event kamen nicht nur besorgte Bürger, sondern auch die faschistische Identitäre Bewegung, rechtsextreme Fußballhooligans und Blood&Honour.

Blood&Honour

Die Nazi-Organisation Blood&Honour sowie deren militanter Arm Combat-18 sind auch in der Vergangenheit hier im Rems-Murr-Kreis aktiv gewesen. Im Jahr 2019 kam es unter anderem in Fellbach zu einer Hausdurchsuchung, zu der es leider keine weiteren öffentlichen Informationen gibt. Der Staat versucht hiermit, die notwendige antifaschistische Arbeit und Aufklärung zu unterbinden. Bekannt ist jedoch, dass die Mehrzahl der Rechtsrock Band namens „Sturmbrüder“, welche Blood&Honour nahesteht, hier aus dem Rems-Murr-Kreis kommt.

Zentrum

Zwar schon 2009 gegründet, wächst die Pseudo-Gewerkschaft Zentrum Automobil in den letzten Jahren stetig. Gegründet wurde diese in Althütte von Oliver Hilburger, der mit seiner Rechtsrock Band „Noie Werte“ die Titelmusik für die Bekennervideos des NSU lieferte. Das „Zentrum Automobil“ trägt seitdem zu einer aktiven Spaltung der Belegschaft in großen Betrieben wie Daimler bei – und arbeitet aktiv gegen andere Gewerkschaften wie der IG-Metall.

Im Jahr 2018 flog ein Mitarbeiter bei Daimler raus, nachdem er sich rassistisch gegenüber einem anderen Mitarbeiter mit Migrationshintergrund äußerte. Zentrum Automobil sympathisierte anschließend öffentlich mit dem Rassisten.

Autonome Nationalisten Rems-Murr

Seit Ende 2015 mehren sich in der Region um Backnang und Rudersberg Verfassungsfeindliche Symbole und Schmierereien von einer Gruppierung, die sich selbst „Autonome Nationalisten Rems-Murr“ nennt.

Bei den „Autonomen Nationalisten Rems-Murr“ handelt es sich um eine kriminelle Vereinigung, die mit eben jenen Methoden versucht, politische Gegner Mundtot zu machen.

So passiert ist es auch in Rudersberg. Des Öfteren wurde der Chefredakteur eines lokalen antifaschistischen Magazins bedroht und angegriffen. Es wurden Reifen zerstochen, Hakenkreuze gesprüht und das Haus mit Farbbeuteln beworfen. Auch auf Kundgebungen und Demonstrationen wurde er immer wieder zum Ziel von Beleidigungen und Bedrohungen.

Polizeiliche Hilfe? Fehlanzeige – Die Anzeigen liefen ins Leere.

Gruppe S

2019 hielt die Gruppe S. In Alfdorf an der Hummelgautsche ihr Gründungstreffen ab.

Das Ziel der Gruppe S., welche sich um den Rechtsterroristen Werner S. Sammelte, war nicht weniger, als durch gezielte Anschläge auf Migrant:Innen, Antifaschist:Innen und Politiker:Innen einen Bürgerkrieg zu provozieren. Am bis zum kleinsten Detail durchgeplanten „Tag X“, wollte die Gruppierung mit Bombenanschlägen auf Moscheen mit ihrem Terror beginnen.

Als die Ermittler 12 Mitglieder dieser Gruppe Mitte Februar 2020 festnahm, wurden bei dieser bereits scharfe Waffen gefunden. Am 9. Oktober 2020 wurde ein weiterer Unterstützer der Gruppe S von der polnischen Polizei gestellt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden 1,2 Kilogramm TNT, Tränengas und Munition in Form von geächteten Teilmantelgeschossen gefunden.

In der kommenden Woche wird der Prozess gegen diese Gruppe beginnen.

Aufgedeckt wurde diese Gruppierung nur durch eines der Mitglieder, welches kalte Füße bekam und schließlich zur Polizei rannte. Wir wollen uns nicht ausmalen, was passiert wäre, wäre dies nicht passiert. Augenscheinlich gab es im Vorfeld noch keine Ermittlungen der Polizei zu dieser Gruppierung.

Backnang Sachsenweiler

Im Oktober 2020 kam es durch Passant:Innen zur Aufdeckung einer Gruppe, die in einem Waldstück „Wehrsportübungen“ mit Waffen durchführte. Dabei stellten sie unter anderem Kriegsszenarien nach. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung in Backnang Sachsenweiler wurden so viele Waffen und Munition gefunden, dass die Polizei mit Lastern und Transportern vorfahren musste, um dies alles abzutransportieren. Außerdem wurden unzählige Nazireliquien, Wehrmachtsuniformen und sogar ein Fahrzeug beschlagnahmt.

Abschluss

Die nun genannten Beispiele sind jedoch nur ein kleiner Teil der bisher aufgedeckten Nazi-Strukturen im Rems-Murr-Kreis, würde ich alles aufzählen und aufarbeiten wollen, wären wir wahrscheinlich den ganzen Tag beschäftigt.

Jedoch lässt sich auch heute nur erahnen, wie viele nicht aufgedeckte Gruppierungen es noch hier im Rems-Murr-Kreis gibt. Erst dieses Jahr beim Wahlkampf wurden Genoss:Innen und Symphatisant:Innen der Partei die Linke von Nazi-Hooligans beim Plakatieren eingeschüchtert und bedroht.

Und es dürfte wohl auch kein Geheimnis sein, warum die Querdenken Bewegung, welche durch ihre immer radikaleren Methoden in die Schlagzeilen gerät, gerade hier im Rems-Murr-Kreis so präsent ist.

Was übrig bleibt, wehret den Anfängen, organisiert euch Antifaschistisch und tragt euren Protest gegen die Faschisten auf die Straße!

Neues Erscheinungsbild der Linksjugend Rems-Murr

Ein Post wegen einem neuen Logo?
Fast – nicht ganz.


In den letzten Monaten ist sehr viel geschehen.
Wir konnten viele neue Genoss:Innen und Unterstützer:Innen in unseren Reihen willkommen heißen. Doch darauf konnten wir uns nicht ausruhen!
Im Zuge unseres letzten Basisgruppen-Treffens besetzten wir viele interne Positionen neu und konnten sogar neue Posten einführen.
Somit ist der Wechsel unseres Logos auf das neue CD (mit unserem eigenen Individuellen Touch) nicht nur ein optischer Wechsel, sondern auch ein Wendepunkt für die Solid Rems-Murr
– es geht nun mit frischem Wind voran.
Viva la revolucion

Statement der Linksjugend Rems-Murr zum Schwachsinns-Post der JU!

Es geht in diesem Statement um diesen Post der JU

“Die Freiheit des Denkes stirbt mit dem Zwang zum Gendersternchen.” – “Die Merkeljugend”

SCHWACHSINN! In diesem Post gegen das Gendern mit Sternchen sieht die Junge Union die “Verpflichtung”, zum Gendersternchen, als Einschränkung der Freiheit des Denkens. Sie sagen auch, dass die Freiheit jedes Einzelnen, über der Ideologie mancher “linker Sprachpolizisten” stehe. Das zeigt mal wieder, dass für die CDU die “Freiheit” des einzelnen Mannes, über der Gleichberechtigung aller Geschlechter steht.

Nicht nur, dass die Partei nicht an der Gleichberechtigung aller Geschlechter im Beruf und Alltag interessiert ist, sie behindern gezielt die Entfaltung von Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit, schon bei der Ablehnung geeigneter sprachlicher Mittel. Wir positionieren uns klar dagegen!

Es kann nicht sein, dass Frauen* und Menschen, die sich nicht in das binäre Geschlechtersystem einordnen können, durchs Raster fallen. sie werden mit Begriffen wie “Lehrern” oder “Schülern” nur “mitgemeint”. sie müssen und wollen aber genannt werden! es ist nicht nur ein demokratisches und moralisches Gebot alle Menschen einzuschließen, sondern auch IHR gutes Recht!

Denn Sprache beeinflusst Denken und schafft Wirklichkeit! wer genannt wird, wird sichtbar gemacht und rückt in den Mittelpunkt. Wir, als feministische Gruppe, stehen für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechtes gleichberechtigt leben können. Deshalb fordern wir: nieder mit dem Patriarchat und her mit dem Gendersternchen! damit alle genannt und nicht “mitgemeint” werden!

FUCK PATRIARCHY!

Solidarität mit A.

Die Polizei zeigt mal wieder, wo Sie steht! Am Rande eines Protestes gegen Querdenken in Schwäbisch Gmünd wurde unser Genosse A. Opfer von Polizeigewalt . Während hunderte sog. Querdenker ohne die kleinsten Hygienemaßnahmen demonstrieren, hielt eine Gruppe von Antifaschist:Innen dagegen. Die Polizei reagierte auf diesen friedlichen Gegenprotest, mit Schlagstock und Reizgas! A. stand währenddessen unbeteiligt am Straßenrand und wurde aus unersichtlichen Gründen von einem Polizisten direkt, aus nächster Nähe ins Gesicht gepfeffert! A. musste anschließend in der Notaufnahme wegen des ungerechtfertigten Angriffs behandelt werden!
Diese absurde Situation zeigt zum wiederholten Male, auf wessen Seite die Polizei steht und das unser Misstrauen weiterhin berechtigt ist! Während Antifaschist:Innen immer wieder Opfer von Polizeigewalt werden, wird wie in Kassel sogar noch Solidarität mit den Querdenkern seitens der Polizei bekundet.

WIR LASSEN UNS NICHT UNTERKRIEGEN!

Wir stehen zusammen mit allen, die unter unberechtigter Polizeigewalt und Repressionen leiden müssen!

Solidarität mit A.

LOCKDOWN CAPITALISM

Und erneut drehen die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten am Glücksrad der Corona-Maßnahmen. Welche Einschränkungen werden als nächstes erlassen? Eine Ausgangsperre ab 18 Uhr? Maskenpflicht im Privathaushalt? Das Ergebnis kennen wir zwar noch nicht, jedoch können wir schon einmal klar sagen: Die Beschränkungen werden ausschließlich den privaten Sektor treffen. Wie wir ja nach 1 Jahr Pandemie wissen, ist das Virus bei einem Spaziergang um 1 Uhr Nachts weitaus gefährlicher, als in Großraumbüros, großen Produktionshallen oder Konferenzräumen. Ja, es müssen Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie getroffen werden. Ja, diese müssen auch leider den privaten Bereich treffen. Aber was wir gerade erleben, ist eine reine Einschränkung des Privatlebens ohne nennenswerte Einschränkungen der Wirtschaft. Homeoffice-Pflicht? Fehlanzeige. Deshalb unterstützen unsere Genoss:Innen die Kampagne #ZeroCovid – Für einen solidarischen Lockdown.

Und weiterhin müssen wir klar machen, woran diese unsagbare Ungerechtigkeit der Maßnahmen liegt: Mit einer Bundesregierung, bei welcher ein Korruptionsskandal nach dem anderen ans Tageslicht kommt, ist klar, wessen Interessen hier vertreten werden..

DIE VON KAPITALISTEN