Handlungsaufruf Klimaschutz

Heute müssen viele Menschen am eigenen Leib erfahren, wie hart sich eine
Pandemie/Krise auf unser alltägliches Leben ausübt. Doch steht eine noch viel größere Krise vor unserer Türe: ,,Die Klimakrise‘‘.


Seit der Industriellen Revolution ist das Klima im Durchschnitt schon um 1°C gestiegen und es steigt rasant weiter. Dies hat schon heute gravierende Folgen: Großbrände in Australien, Tsunamis auf Hawaii, Dürre in Deutschland und seit 1992 sind bereits 4 Trillionen Tonnen Eis verschwunden. Doch die Menschheit schaut weg.
Bei einen CO2 Ausstoß pro Person von 7,9 Tonnen in Deutschland und 4,8 Tonnen weltweit wird die Temperatur in kürzester Zeit steigen. Schon jetzt gibt es Prognosen, dass das 1,5°C Ziel vom Pariser Klimaabkommen schon in ca. 11 Jahren überschritten wird.
Ab diesen Zeitpunkt wird der Klimawandel fast unaufhaltsam!
Aber was tun?


Wir von der Solid Esslingen sehen die Möglichkeit etwas zu tun bei jedem einzelnen von uns. Wenn wir alle mit den kleinen Dingen anfangen können, wir großes bewirken. Wenn dann die Politik auch noch wirtschaftliche Rahmenbedingungen stellt, können wir es schaffen
eine gesunde Welt an unsere Enkel weiter zu geben.


5 kleine Klimaverbesserer:

  • Weniger Auto fahren stattdessen mehr ÖPNV/Fahrrad nutzen
    • Dadurch wird der unnötige Ausstoß von Treibhausgasen/CO² verringert
    • Am Einfachsten wendet man dies auf kurze Distanzen wie z.B. zum Einkaufen an.
  • Verpackungsmüll vermeiden
    • Plastikmüll zerstört unsere Ökosysteme, das schadet nicht nur dem Klima sondern auch der Artenvielfalt.
    • Am einfachsten verwendet man Stoffbeutel zum einkaufen und greift lieber zur unverpackten Ware als zur Verpackten.
  • Weniger Tierprodukte konsumieren
    • Hinter einem Kilo Rindfleisch stecken 3,9 – 9,4 kg Getreide, 15.400l Wasser, 22 kg Treibhausgase, sowie 27 – 49 m² Nutzfläche.
    • Man muss nicht komplett auf alles verzichten, man muss nur den Konsum von Tierprodukten stark herunterfahren. Das ist mit Ernährungsmodellen wie mit dem der ,,Planetary Health Diet“ möglich.
  • Aufs Fliegen verzichten
    • Fliegen ist 5 mal umweltschädlicher als Zug fahren.
    • Vor allem Kurzstreckenflüge sollten vermieden werden.
  • Saisonal und regional einkaufen
    • Lange Transportwege führen zu einem hohen Ausstoß an Treibhausgasen.

5 große Klimaforderungen:

  • Flugverkehr reduzieren:
    • Wir treten für ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr ein und wollen den innerdeutschen und innereuropäischen Flugverkehr so weit wie möglich auf die Schiene verlagern.
  • Mobilität für alle – mit weniger Verkehr
    • Mobilität bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir wollen wirklich barrierefreie Mobilität: niemand darf auf das (eigene) Auto angewiesen sein; alle müssen Zugang haben. Deshalb steht für uns das öffentliche Mobilitätsangebot im Zentrum.
  • In erneuerbare Energie investieren, Energiekonzerne entmachten
    • Die Energiewende wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie sozial gerecht und durch die Bürgerinnen und Bürger selbst gestaltet ist.
  • Für eine nachhaltige Agrarwirtschaft und gesunde Nahrungsmittel für alle
    • Wir wollen eine ökologisch verträgliche Lebensweise für alle Menschen ermöglichen und bezahlbar machen.
  • Mehr ökologisch bauen:
    • Durch effektiveres und nachhaltigeres Bauen, kann ein hoher Anteil an Bauschutt eingespart werden. Dies schont die natürlichen Ressourcen.

Jetzt muss gehandelt werden! Deswegen fordern wir alle auf jetzt mit zu helfen!


Julian Ostertag, Nils Aldinger
[‘solid] Esslingen

Homophobie ist nicht diskutabel – kein Zurückrudern!

Die Linksjugend [‘solid]Baden-Württemberg kritisiert das Zurückrudern von GEW und Landesregierung in Sachen Bildungsplan und fordert zur konsequenten Umsetzung desselben auf.

Die Pläne, in Schulen verstärkt die Akzeptanz aller Geschlechter und Liebesformen zu fördern, sorgten in den letzten Wochen für heftige Debatten. Bildungsplangegner betonten immer wieder, sie seien nicht homophob oder transphob, sondern fänden lediglich das Thema übergewichtet oder nicht richtig platziert. Man mag über Gewichtung und Zeitpunkt, wann Jugendliche aufgeklärt werden sollten, diskutieren. Doch ein Blick auf die Demonstrationen der Bildungsplangegner zeigt, dass es sehr wohl um Homophobie und Diskriminierung von Menschen die nicht der zweigeschlechtlichen Norm bzw. von Andersliebenden geht.  Homosexuelle Menschen werden dort mit Kinderschändern gleichgesetzt, Aufklärung über unterschiedliche Familienmodelle werden umgedeutet in „Sexunterricht“. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, setzten die Konservativen bei der letzten Demo Nazi-Aktivisten als Ordner ein, die unter anderem für ihre Gewaltbereitschaft bekannt sind.

Vor diesen Menschen, die ironischerweise die Notwendigkeit von konsequenter Aufklärung und Bekämpfung von Diskriminierung zweifelsfrei belegen, droht die Landesregierung einzuknicken.

Sven „Gonzo“ Fichtner, Sprecherratsmitglied der Linksjugend [‘solid] Stuttgart und Kreisvorstandsmitglied von Die LINKE Stuttgart, ist enttäuscht vom Zurückrudern der GEW und der Landesregierung. Er hatte Anfang Februar die erste Demonstration der Bildungsplanbefürworter angemeldet.  „Es kann nicht sein das man jetzt für eine Verschiebung des Bildungsplans ist und somit einen Hofknick vor den Homophoben macht. Die Demos haben deutlich gezeigt wie wichtig es ist, dass das Thema sexuelle Vielfalt endlich in die Schulen kommt. Reaktionäre Aktionen dürfen nicht das Ziel torpedieren“, erklärt Fichtner.

Die Linksjugend [‘solid] ruft alle fortschrittlich gesinnten Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, an dem Thema dranzubleiben und den Homophoben nicht das Feld zu überlassen, weder in den Schulen, noch in den Parlamenten, noch auf der Straße und im Alltag. Die Akzeptanz und Gleichberechtigung aller Geschlechter und einvernehmlichen Liebesformen muss unser Ziel bleiben und ist nicht verhandelbar.