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18. März 2015: Transnationale Aktionen gegen die EZB-Eröffnungsfeier – Let’s Take Over The Party!

system_neu_denken_entwurf_1_smallAm 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier eröffnen. Für den 185 Meter hohen Zwillingsturm, der mit seinem Sicherheitszaun und Burggraben einer Festung gleicht, wurde die schwindelerregende Summe von 1,3 Milliarden Euro ausgegeben. Diese einschüchternde Architektur der Macht zeigt deutlich die Distanz zwischen den politischen und ökonomischen Eliten und den Menschen.

Die Mitarbeiter_innen und Abteilungen haben schon mit dem Umzug in das neue Gebäude begonnen. Aber die große Eröffnungsfeier – in Anwesenheit von mehreren europäischen Staatschefs und Finanzoligarchen – ist jetzt offiziell für den 18. März angekündigt worden.

Es gibt nichts zu feiern an Sparpolitik und Verarmung! Tausende von wütenden Menschen und entschlossenen Aktivist_innen aus ganz Europa werden daher die Straßen rund um den Eurotower blockieren und dieses Event der Macht und des Kapitals unterbrechen – passenderweise am 144. Jahrestag der Commune von Paris. Wir werden ihre Party übernehmen und sie verwandeln in einen Ausdruck des transnationalen Widerstands gegen die europäische Krisenpolitik und gegen deren katastrophale Konsequenzen besonders für die Menschen im europäischen Süden.

Die EZB spielt eine wichtige Rolle in der berüchtigten Troika. Sie ist verantwortlich für brutale Kürzungen, für wachsende Erwerbslosigkeit und sogar für den Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung in Griechenland und anderen EU-Staaten. Zusammen mit der EU-Kommission und dem EU-Rat hat die EZB Sparpolitik, Privatisierung und Prekarisierung gefördert. Sie hat nicht einmal davor zurück geschreckt, gewählte Regierungen zu erpressen, um ihre Angriffe auf die sozialen Rechte der Menschen durchzusetzen.

Im Verlauf der Krise wurde aus der EU mehr und mehr ein autoritäres Regime mit einem offensichtlichen Mangel an demokratischer Partizipation. Das mörderische europäische Grenzregime und die fortschreitende Militarisierung sind ebenfalls Teil dieses Prozesses.

Sie repräsentieren uns nicht, ja sie wollen uns gar nicht mehr repräsentieren! Die herrschenden Eliten haben uns nichts mehr anzubieten. Aber aus vielen Quellen entstehen dagegen neue Kräfte und es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Solidarität und Demokratie von unten aufzubauen. Sie wollen Kapitalismus ohne Demokratie, wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus!

Gleichzeitig müssen wir besonders wachsam sein für die Gefahren des wachsenden Rassismus und dem Aufstieg der extremen Rechten, diesen hässlichen Nebenprodukten der kapitalistischen Krise. Während es die Absicht der Rechten ist, sowohl die Außengrenzen zu verstärken als auch neue Grenzen innerhalb Europas zu errichten, wollen wir im Gegenteil die Mauern der Festung Europas einreißen.

Es ist zwar richtig, dass es gegenwärtig keine ständigen Krisengipfel mit auslaufenden Deadlines für die Rettung des Euro oder der Kreditfähigkeit einzelner Mitgliedsstaaten mehr gibt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Krise überwunden wäre. In einigen Ländern ist die Zeit der Schockstrategie noch längst nicht vorbei und neue massive Spar- und Kürzungsprogramme sollen durchgesetzt werden. In anderen Ländern haben wir es mit einer neuen Normalität von Unsicherheit und Armut zu tun. In jedem Fall ist klar geworden, dass die Maßnahmen der Krisenpolitik niemals als vorübergehend gedacht waren, sondern fest in den Staaten und den EU-Institutionen verankert wurden. Das hat den Weg bereitet für eine neue Phase, ein neues Gesellschaftsmodell von Prekarität und sehr eingeschränkten sozialen Rechten. Daran werden wir uns jedoch niemals gewöhnen!

Deutschland ist eine der treibenden Kräfte hinter dieser Spar- und Austeritätspolitik. Es ist gewissermaßen das Herz der Bestie und das relativ ruhige Auge des Sturms zugleich. Aber auch in Deutschland existieren Angriffe auf soziale Rechte, gibt es wachsende Prekarität und Armut. Daher gibt es für die Menschen in Deutschland viele gute Gründe sich zu wehren und aufzustehen für ein würdiges Leben, für gleiche Rechte und für reale Demokratie für alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder Nationalität. Die Aktionen gegen die EZB-Eröffnungsfeier in Frankfurt werden eine perfekte Gelegenheit sein, Seite an Seite mit vielen Aktivist_innen aus anderen Ländern ein unmissverständliches Zeichen der Solidarität zu setzen.

Aus allen diesen Gründen rufen wir zu einer starken internationalen Beteiligung an den Aktionen am 18. März 2015 in Frankfurt auf. Es wird nicht nur eine ungehorsame Massenaktion am Tag der EZB-Eröffnung geben, sondern eine Vielzahl von Demonstrationen, Blockaden und anderen Aktionen darum herum. Die großen Blockupy Aktionen 2012 und 2013 waren nur der Anfang. Der Protest und der Widerstand werden nach Frankfurt zurückkehren – stärker in der Zahl und in der Entschlossenheit als zuvor!

Der Berg ruft.

+++Am 23.2 auf nach Pforzheim+++Freiburger Auf­ruf zu den Pro­tes­ten gegen die faschis­ti­sche Fackel­mahn­wa­che in Pforz­heim+++ Bus­fahrt ab Frei­burg! +++

PF-a5-fertigDer Berg ruft.

Frei­bur­ger Auf­ruf zu den Pro­tes­ten gegen die faschis­ti­sche Fackel­mahn­wa­che in Pforzheim.

Am 23. Februar 2015 fin­det, wie jedes Jahr, eine Fackel­mahn­wa­che des faschis­ti­schen „Freun­des­kreis ein Herz für Deutsch­land“ in Pforz­heim statt. Auch 2015 wer­den wir aus Frei­burg nach Pforz­heim mobi­li­sie­ren und in die­sem Jahr eine gemein­same Bus­fahrt orga­ni­sie­ren, um die Aktio­nen gegen die faschis­ti­sche Fackel­wa­che zu stär­ken.

Bei dem all­jähr­li­chen Fackel­spek­ta­kel auf dem Pforz­hei­mer Wart­berg geden­ken die Faschis­t*innen der Bom­bar­die­rung Pforz­heims 1945. Dabei betrei­ben sie mun­ter Geschichts­re­vi­sio­nis­mus, wenn sie iso­liert der deut­schen Opfer des Kriegs „geden­ken“ und dabei ver­schwei­gen, dass mit den Bom­bar­die­run­gen der alli­ier­ten Streit­kräfte ledig­lich der Krieg nach Deutsch­land zurück­kehrte, der von hier in die Welt getra­gen wurde und die Nach­bar­län­der ver­wüs­tet hatte, von den Gräu­eln des deut­schen Faschis­mus wäh­rend der Besat­zungs­po­li­tik ganz zu schwei­gen. Mit Aus­nahme des Jah­res 2002, als es Anti­fa­schis­t*innen gelang, die faschis­ti­sche Fackel­wa­che zu ver­hin­dern, gelingt es den Nazis seit 1994, diese Kund­ge­bung mit 100– 150 Per­so­nen regel­mä­ßig durch­zu­füh­ren.

Doch nicht nur der all­jähr­li­che Zir­kus auf dem Wart­berg bie­tet Grund nach Pforz­heim zu fah­ren: Die rechte Szene tritt in Pforz­heim äußerst aggres­siv auf. Es kam in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit immer wie­der zu Überg­rif­fen und einem Anschlag auf ein links­al­ter­na­ti­ves Zen­trum. Struk­tu­ren wie die faschis­ti­sche Par­tei „Die Rechte“ bie­ten hier­bei ein Sam­mel­be­cken für akti­ons­ori­en­tierte Faschis­t*innen aus der Kame­rad­schafts­szene. Erst ver­gan­ge­nen Novem­ber soli­da­ri­sier­ten sich Mit­glie­der der Par­tei mit der grie­chi­schen Nazi-Partei „Gol­dene Mor­gen­röte“, die zahl­rei­che gewalt­tä­tige Angriffe auf Anders­den­kende und pogro­m­ar­tige Jag­den auf Migran­t*innen durch­ge­führt hat. Pforz­hei­mer Faschis­t*innen betei­lig­ten sich auch bei der „Hoo­li­gans gegen Sala­fis­ten“ (HoGeSa)-Demonstration in Köln.

Wäh­rend Faschis­t*innen in Pforz­heim unbe­hel­ligt agie­ren kön­nen, wird anti­fa­schis­ti­sches Enga­ge­ment juris­tisch ver­folgt. So zerrte die Pforz­hei­mer Staats­an­walt­schaft erst kürz­lich einen Pforz­hei­mer Anti­fa­schis­ten vor Gericht, weil er zu „Straf­ta­ten“ auf­ge­ru­fen haben soll — näm­lich zur Blo­ckade der Nazi­wa­che. Der Vor­wurf war der­art halt­los, dass er frei­ge­spro­chen wurde. Doch Repres­sion kann uns nicht ein­schüch­tern: Anti­fa­schis­mus ist und bleibt legitim.

Lasst uns des­halb am 23. Februar gemein­sam nach Pforz­heim fah­ren, um gegen Faschis­mus auf die Straße zu gehen und den Trot­teln auf dem Berg mit viel­fäl­ti­gen Aktio­nen den Abend zu vermiesen!

Unter­stützt von:
Anar­chis­ti­sche Gruppe Frei­burg
Anti­fa­schis­ti­sche Linke Frei­burg
Auto­nome Demo­sa­nis Frei­burg
Blockupy-Bündnis Frei­burg
Die Linke Frei­burg
Die Linke.SDS Frei­burg
Links­ju­gend [’solid] Frei­burg
Motor­rad­club Kuhle Wampe Frei­burg
Offe­nes Antifa Tref­fen – Frei­burg & Region (OAT)
Stip­gruppe Frei­burg der Hans-Böckler-Stiftung
ver.di Jugend Südbaden

+++Tickets sind ab sofort für 10 Euro (Soli 13 Euro) im Lin­ken Zen­trum Frei­burg (Glü­mer­straße 2) erhält­lich. Auch gibt es dort Pla­kate und Flyer zum Abholen.+++

Demo am Freitag, 23. Januar: NIEWIEDA!

Gegen Hass, Rassismus und religiösen Fundamentalismus

sticker_a7_refugeesSeit einigen Wochen versammeln sich jeden Montag in Dresden „besorgte Bürger“, die nicht wissen wohin mit ihrer Unzufriedenheit gemeinsam mit mehr oder weniger offen auftretenden Neonazis unter dem Banner der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA)“.

Auch wenn dieses Bündnis nach anhaltender Kritik ein sehr allgemein gefasstes Positionspapier veröffentlicht hat, bleiben sowohl der AnFreitag, 23.Januar: NIEWIEDA!satz und Titel als auch die Weltanschauungen dieser Menschen durch und durch rassistisch und fremdenfeindlich. Eine angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ ist durch absolut nichts zu belegen.

Was aber leider nicht bedeutet, dass die Bewegung keinen Anklang findet. In Dresden marschieren inzwischen weit über 10000. In anderen Städten wurden Ableger gegründet, die bisher glücklicherweise aber relativ wenig Zulauf erhielten.

Die Aufmärsche stärken das Selbstbewusstsein von Rassist*innen, die auch in sozialen Netzwerken immer offener auftreten und ihre Propaganda verbreiten. In Dresden trauen sich Flüchtlinge Montags nicht mehr auf die Straße und an sonstigen Tagen nur in Begleitung. Bereits Ende Dezember wurden mehrere alevitische Jugendliche durch ein Kaufhaus gejagt und zusammengeschlagen. Die Polizei wollte erst nach öffentlichem Druck überhaupt Ermittlungen aufnehmen.

Flüchtlingsunterkünfte werden andauernd beschmiert, es wird an die Türen getreten und die Bewohner*innen bedroht. Am Montag, den 12.1. wurde schließlich ein Flüchtling erstochen aufgefunden. Einen Tag zuvor wurde seine Tür mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Täter sind bisher unbekannt, jedoch wird das Opfer bereits jetzt von AnhängerInnen der PEGIDA verhöhnt und es liegt nahe dass die Tat aus einem fremdenfeindlichen Motiv heraus geschah. Die Polizei gab erst bekannt, dass sie an dem blutüberströmten Opfer keine Hinweise auf Gewalteinwirkung sehe und hielt es erst 30 Stunden später für nötig, die Spurensicherung an den Tatort zu schicken.

miauDie Politik darf sich auf Forderungen nach einer noch weiteren Verschärfung des Asylrechts nicht einlassen und vor rechter Gewalt nicht einknicken! Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Gewalttaten die in Dresden passiert sind und ein Ende der Repressalien gegen Gegendemonstranten durch die Polizei, wie dies bereits in mehreren Städten geschehen ist. Dem Aufkeimen rassistischer Bewegungen muss sich entschieden entgegengestellt werden. Zukunftsängste sind begründet, wer sie allerdings auf Minderheiten projiziert und seinen Hass und Ressentiments auf die Straße trägt sollte keinen Fußbreit machen können. Auch ein Widerstand gegen religiösen Fundamentalismus kann ablaufen ohne sich mit Rechtsextremen zu verbünden.

Wir rufen alle dazu auf die bundesweite Bewegung gegen PEGIDA zu unterstützen!

Auch am 23. Januar in Freiburg!

Kein Fußbreit dem Rassismus! NIEWIEDA!

6.12: Demonstration gegen Abschiebungen und die geplanten Asylrechtsverschärfungen

Aufkleber.inddWir unterstützen den Aufruf zur Demo gegen Abschiebung diesen Samstag. Geht alle hin! Viel wichtiger jedoch: Beteiligt euch am Aktionstag und seid aktiv bei den Mahnwachen vor den Flüchtlingsheimen dabei!

Am 6. Dezember wird in Freiburg eine Demonstration gegen Abschiebungen und die geplanten Asylrechtsverschärfungen stattfinden.

Demo: 06.12.2014 | 14:00 | Johanneskriche

Aktionstag: 08.12. – 09.12.2014 | Aktionen gegen Sammelabschiebung

Abschiebungen stoppen!

Für einen sofortigen Winterabschiebestopp!
Weitere Asylrechtsverschärfung verhindern!

Es herrscht Angst in Flüchtlingswohnheimen. Nach der Zustimmung Baden-Württembergs zur Einstufung von Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien als „sichere Herkunftsstaaten“ droht vielen Flüchtlingen die Abschiebung in „akut gesundheitsbedrohende und lebensgefährliche Lebensbedingungen“ (PRO ASYL), in Armut, Diskriminierung und Kälte. Etwa 500 Freiburger Roma sind nur geduldet, ihnen droht die Abschiebung aus der „offenen Stadt“ Freiburg. Read more

… Nicht lange Fackeln! – Faschistische Umtriebe in Pforzheim bekämpfen

pforzheimWir unterstützen folgenden Aufruf:

Die Stadt Pforzheim und die Region ist seit Jahren ein Sammelbecken für Nazis. Neben dem jährlichen Nazigedenken auf dem Wartberg ist die faschistische Szene auch im Alltag präsent. Die Gründung eines Ablegers der faschistischen Partei „Die Rechte“ in Pforzheim, deren Aktivitäten und die gewalttätigen Übergriffe von Nazis auf Andersdenkende in den vergangenen Monaten sind auch abseits des 23. Februars Grund genug aktiv zu werden.

Seit 1994 veranstaltet der faschistische “Freundeskreis ein Herz für Deutschland” jährlich am 23. Februar eine Fackelmahnwache auf dem Pforzheimer Wartberg. Im Durchschnitt beteiligen sich etwa 100 Nazis an der Veranstaltung. Anlass der geschichtsrevisionistischen Kundgebung ist die Bombardierung Pforzheims am 23. Februar 1945 durch Alliierte Streitkräfte.

Die Faschisten versuchen dabei, wie so häufig, die Geschichte des deutschen Faschismus umzudrehen und ihn von der Täter- in die Opferrolle zu drängen. Sie gedenken nur den deutschen Opfern des Krieges und klammern die Verbrechen des deutschen Faschismus mit Millionen Toten bewusst aus. Read more

Filmreihe im LiZ

kinoFilmabend im LiZ

Am 29.10, 19.11 und am 10.12 wollen wir, die Linksjugend [‘solid] Freiburg, die dunkler und kälter werdenden Nächte etwas aufmuntern mit ein paar Filmen. Die Filme zeigen wir im Linken Zentrum ¡Adelante! in der Glümerstraße 2.

Einlass ist um 19:30.
Beginn des Films um 20 Uhr.

29.10: The Navigators
Der Film zeigt eine Gruppe Eisenbahnarbeiter, die seit Jahren im Eisenbahndepot Sheffield zusammenarbeiten: Paul, Mick, Len und Gerry. Gerry ist Gewerkschafter. Wegen der Privatisierung der britischen Bahn nehmen immer mehr Arbeiter ihres Depots den Hut sowie die Entlassungsprämie und passen sich den Gesetzen des freien Marktes an. Sie verdingen sich zu schlechteren Bedingungen als Unterauftragnehmer an gleicher Stelle wie früher. Schlechter sind auch die Sicherheitsbedingungen. Das geht so weit, dass sie die wahre Todesursache ihres Kollegen vertuschen, um ihren Job zu behalten, als der Kollege bei Gleisbauarbeiten von einer Lokomotive angefahren wird.

19.11: Tomboy
Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und die Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten keins sein. Laure ist ein Tomboy. Als sie mit ihren Eltern umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt hält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Doch irgendwann fliegt der Betrug auf…

10.12: ¡Viva México!

Los Angeles, USA. Illegale mexikanische Flüchtlinge werden von der Polizei verfolgt und kämpfen ums Überleben und dafür, ihre Kultur nicht zu verlieren. Auf der anderen Seite der Grenze, in den Bergen im Südosten Mexikos, beginnt von morgendlichen Nebelschwaden verdeckt ein neuer Tag. Es ist der 1. Januar 2006. Tausende indigener Zapatistas bereiten sich vor, ihren Anführer Subcomandante Marcos zu verabschieden. Er wird die nächsten 6 Monate durch das Land ziehen, um den Menschen zuzuhören, die Widerstand leisten und für ein bessers Mexico kämpfen. So beginnt eine Reise, die schlussendlich die Grenze zu den USA am anderen Ende des Landes erreichen soll.
Von Chiapas nach Quintana Roo, von Yucatan nach Oaxaca, von Nayarit nach Colima, von Michoacan nach Guerrero. Vom Staat Mexico bis hin zu dessen Zentrum, der enormen Metropole Mexico City, folgen wir schrittweise den Spuren dieser Reise, die das Gesicht eines anderen Mexikos zeichnet.

Molotovcocktails¹ & Theorie!

caipi_theorie_smallLiebe Mitstreiter*innen und solche die es werden wollen, liebe Interessierte,

Wieder einmal neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu und trotz einiger erfreulicher Entwicklungen, nicht nur in Freiburg, blicken wir weiterhin in eine ungewisse Zukunft.

Der Konflikt um Kobane, Die Ukraine-Krise, der drohende Zerfall von Staaten im nahen Osten und Afrika, die Aushandlung von TTIP, TISA und CETA, die drohende weitere Zuspitzung der Eurokrise und das damit verbundene Wiedererstarken neofaschistischer Kräfte lassen jedoch erahnen wie wichtig eine starke Linke ist.

Um unseren kleinen Beitrag zu deren Bildung und Wohlergehen einzubringen möchten wir Euch alle herzlich zu unserem Workshoptag “Molotowcocktails¹ & Theorie” am 1.11. in Freiburg im Studierendenhaus² in der Belfortstrasse 24 im Konf 1 einladen.
Geplant sind diese spannende Workshops:

11 Uhr: Das Technische ist Politisch!

Das Internet und Computer sind ein weites Feld, und politisches “Neuland”, bei dem die Piraten uns immer noch um einiges vorraus sind. Leider agieren Konzerne im Digitalen schon selbstverständlich, während die sozialen Bewegungen kaum eine Vorstellung haben was sie wollen. Dieser Workshop verfolgt zwei Ziele: Ein ersten Diskurs zu einer radikalen Position zur Digitalen Utopie anzustossen und zweitens euch die Möglichkeit zu geben Festplatten- und Emailverschlüsselung, sowie generelle sichere Kommunikation kennenzulernen und auszuprobieren. Wer am meisten profitieren will, sollte sein Laptop mitbringen!

12:15 Konsensorientiertes Wahlverfahren
Demokratie lebt vom Wandel. Die Linke zerfleischt sich selbst mit Strömungskämpfen, welche mit dem Mehrheitswahlrecht ausgefochten werden (und immer ist eine hälfte unzufrieden). Dabei gibt es Wahlverfahren, die bei Wahlen sich bemühen, das Ergebniss zu liefern, womit die meisten zufrieden sind. Wir wollen euch eins davon vorstellen und ein Diskurs über wie wir Wahlen abhalten wollen anstossen.

14 Uhr: NAFTA – Entsteheungssituation und Folgen
Eine kurze Darstellung der Situation in den 90er Jahren, als das North Atlantic Free Trade Agreement entstand, sowie die Folgen des Freihandelsabkommens in Mexiko. Besonderer Schwerpunkt liegt hier auf die Folgen für die Indigenen Völker, unter anderem für die Zapatistas, sowie auf die generellen Folgen von Freihandelsabkommen auf beteiligte Länder.

15 Uhr: Was macht Freihandelsabkommen so gefährlich?
TTIP, CETA und TiSA sind in aller Munde. Was verpackt als „Freihandel“ daherkommt, entpuppt sich als gefährlicher Angriff multinationaler Konzerne auf Errungenschaften der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie. Öffentliche Kulturförderung, subventionierter öffentlicher Personenverkehr und die Rechte von Lohnabhängigen stehen auf dem Spiel. Daher müssen wir die Bündnisse gegen TTIP, CETA und TiSA unterstützen. Doch die Kritik muss weiter gehen als sie in der öffentlichen Wahrnehmung stattfindet. Unter dem Motto „Vergiss das Chlorhühnchen, es geht um mehr!“ will die Ortsgruppe Konstanz Handlungs- und Argumentationsspielräume für die Linksjugend [‘solid] beleuchten.

17:30 Von der “Kritik des Himmels” zur “Kritik der Erde”.
Oder auch: die materialistische Geschichtsauffassung von Karl Marx. In diesem Workshop wird es darum gehen, wieso Karl Marx die Kritik der Religion als die Voraussetzung für seine eigene Gesellschaftskritik betrachtete. Wir werden uns vor allem mit seinen Ausführungen zu Ludwig Feuerbach beschäftigen. Ziel ist es, eine klare Vorstellung davon zu bekommen, was den marxschen Materialismus denn nun von dem anderer Religionskritiker unterscheidet und wieso das für das Verständnis seiner späteren Arbeiten zur Kritik der politischen Ökonomie wichtig ist.

19 Uhr Drogen, Krieg und Revolution
Die Revolutionsmetapher hat in der Öffentlichkeitsarbeit vieler linker Gruppen immernoch zentrale Bedeutung. Wessen Ziel es ist, den Kapitalismus zu überwinden, meint damit meistens einen Revolutionären Umbruch in der eigenen Lebenszeit. Wie sehen Revolutionen aus? Welche schlagartig politisierten Teile der Bevölkerung verhalten sich auf welche Art? Spielen Drogen dabei eine Rolle? Unser Referent Mümmel Treitinger sucht als Geschichtsgelehrter nach Beispielen aus der Zeitgeschichte. Besonders interessiert ihn das Verhalten ohnehin schon illegalisierter Bevölkerungsgruppen, etwa dem Kreis der Drogenkonsumente und -Händler, in der Situation eines gewalttätigen Umbruchs. Um aus dieser Analyse politische Folgerungen ableiten zu können, gibt es nach dem Vortrag viel Zeit zur Diskussion.

 

Da wir uns natürlich nicht nur auf die Bildung beschränken sondern uns auch gegenseitig besser kennenlernen, diskutieren oder einfach nur zusammen etwas trinken wollen ist dafür ab 21 Uhr noch genug Zeit angedacht.

In der Hoffnung auf Euer zahlreiches Erscheinen,
Eure Linksjugend [‘solid] Freiburg und Emmendingen.

¹natürlich mischen wir hier trinkbare und keine brennbaren Cocktails.
²das Haus ist Barrierefrei

CSD in Freiburg!

love-sex-hate-sexismWir rufen alle dazu auf am Christopher Street Day (12. Juli) in Freiburg auf die Strasse zu gehen und mit zu feiern! Im folgenden den Aufruf des CSD-Orgateams und das Programm, damit ihr wisst wann, was, wo und warum passiert. Wir werden natürlich auch da sein und uns an der Parade beteiligen, sowie mit einem eigenen Infostand präsent sein. Kommt uns doch besuchen!


Der Aufruf:

CSD-Freiburg gegen Homo- und Transphobie 

Diskriminierung stoppen * Ausgrenzung beenden * Gewalt verhindern * Liebe leben.

In Tradition der Aufstände in der Christopher Street 1969 wendet sich der CSD 2014 in Freiburg gegen die Disrkiminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Trangsgendern*, Intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ).

In Deutschland wurden Homosexuelle aufgrund § 175 lange verfolgt, erst 1994 wurde dieser endgültig gestrichen. Allerdings zeigt die aktuelle Debatte über die neuen Bildungspläne in Baden-Württemberg wie rechtes Gedankengut gepaart mit religiösem Fanatismus dazu führen, dass Menschenfeindlichkeit und Antihomohetze wieder einen Nährboden finden. Dass die Selbstmordrate von schwulen Jungs bis zu siebenmal höher ist als bei anderen Gleichaltrigen wird kaum registriert.

In allen gesellschaftlichen Bereichen werden wir damit konfrontiert, dass es normal sei heterosexuell zu sein, inklusive einem Wust sexistischer Rollenbilder die Mann und Frau zu erfüllen haben. Transsexuelle Menschen und Transgender*-Personen gelten entgegen ihrer Selbstdefinition als “geschlechtsidentitätsgestörte Frau oder Mann” und damit als kranke, behandlungsbedürftige Menschen. Ihnen wird also vom Staat nicht zugestanden, ihre Geschlechtsidentität selbst zu bestimmen, auch außerhalb des binären Geschlechtsverständnisses.

Deshalb fordern wir:
• eine Offenlegung und das Ende jeglicher Gewaltanwendungen gegen Menschen aufgrund deren Abweichung von der Heteronorm.

• die Unterstützung von Menschen die Aufgrund ihrer körperlichen Ausprägung oder ihrer sexuellen Neigung fliehen mussten; Bleiberecht für alle und das Ende der Residenzpflicht für Flüchtlinge.

• ein sofortiges Ende der Lohndiskriminierung von Frauen in Deutschland inklusive der Verbreitung sexistischer Rollenbilder und patriarchaler Machtvorstellungen.

• die sofortige und ersatzlose Streichung der Kategorie “Geschlechtsidentitätsstörung aus dem gängigen Krankheitskatalog ICD und somit ein sofortiges Ende der Transpathologisierung in Deutschland.

• die völlige Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften, inklusive des vollen Adoptionsrechts.

• die Anpassung der (baden-württembergischen) Bildungspläne an queere Lebensrealitäten, frei von religiösdominierten, Heteronormen und sexistisch geprägten Machtstrukturen.

• die Rehabilitierung aller nach § 175 verurteilten Menschen.

• die Aufnahme des Merkmals sexuelle Orientierung und sexuelle Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes.

Wir setzen uns ein für einen gemeinsamen Kampf für die Rechte ALLER, unabhängig welcher sozialer, kultureller oder geografischer Herkunft, Fähigkeiten, körperlicher Ausprägungen oder sexueller Orientierung.

In diesem Sinne sehen wir uns auf den Straßen und in allen anderen Bereichen des Lebens. Wir feiern zusammen, wir lachen, weinen, arbeiten, faulenzen, freuen uns und streiten miteinander.

LEBEN WIE WIR WOLLEN UND WIR LIEBEN WEN WIR WOLLEN.

Deshalb rufen wir alle Menschen dazu auf, sich an den Veranstaltungen des CSD-Freiburgs und insbesondere an der Demonstration am Samstag, den 12. Juli 2014 zu beteiligen.


Das Programm:

– Freitag, 11. Juli, ab 19 Uhr, Uni Freiburg, Hörsaal 1010: Feierliche Eröffnung des CSD in Freiburg und Podiumsdiskussion.
– Freitag, 11. Juli, ab 22 Uhr, Mensa Rempartstraße: Pink Party!
– Samstag, 12. Juli, 15 Uhr, Platz der alten Synagoge: Parade und Kundgebung durch die Innenstadt. Abschlusskundgebung und Fest ab 18 Uhr.
– Sonntag, 13. Juli, 9 Uhr, Stühlinger Kirchplatz: Prinzessinnen-Frühstück und Abschluss des CSD in Freiburg.
Weitere Infos gibt es hier: http://csd.blogsport.de/

Wann, wenn nicht jetzt: Hinaus zum 1.Mai!

grec1mai

Krise und Spardiktat haben Millionen Menschen in Europa in die Armut getrieben. Während am nötigsten gespart wird steigen die Millionärsvermögen weiter rasant an und Krisenprofiteure bleiben verschont. Die Jugendarbeitslosigkeit hat schwindelerregende Höhen erreicht. Statt umzudenken werden symbolische Ereignisse wie die Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt als Erfolge abgefeiert.

Wehrt Euch gegen das Opfern der europäischen Idee für Profitinteressen! Tragt Euren Protest mit uns auf die Straße!

 

Auch in Freiburg ist am 1. Mai wieder einiges los. Auf der DGB-Demo wird es wieder einen antikapitalistischen Block geben (Treffpunkt 11:00 Uhr). Außerdem startet um 12:30 noch eine revolutionäre 1.Mai-Demo, beide beginnen am Stühlinger Kirchplatz. Weitere Infos findet Ihr unter den untenstehenden Links.

http://antikap-freiburg.tk/

http://01mai.blogsport.de/

 

Aufruf: Akzeptanz aller Liebesformen und Geschlechter

 

Die Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg sowie weitere Organisationen und Einzelpersonen (eine Liste der Unterstützer*innen folgt in Kürze) rufen am 3. Mai 2014 um 14 Uhr zur Kundgebung für die Akzeptanz aller Geschlechter und Liebesformen auf – im Bildungsplan und überall. Wir fordern die Landesregierung dazu auf, nicht vor den rechtspopulistischen Protesten einzuknicken, sondern (Regenbogen-)Flagge zu zeigen.

 

 

Gegen gefährliche Allianzen

Erneut will am 3. Mai ein Bündnis aus Konservativen, christlichen Fundamentalisten, und rechtspopulistischen Gruppierungen wie der „Alternative für Deutschland“ gegen die Verankerung des Themas „sexuelle Vielfalt“ im Bildungsplan demonstrieren. Unter dem Deckmantel „besorgte Eltern“ hetzen sie gegen alles, was nicht ihrem Idealbild von Liebe, Sexualität und Beziehung entspricht. Von einer sachlichen Kritik am Bildungsplan fehlt jede Spur. Stattdessen verbreiten sie Lügen, die derart abstrus sind, dass man lachen wollte, wäre die Lage nicht so ernst. So wird behauptet, die von einer angeblichen „Homo-Lobby“ gesteuerte Landesregierung wolle den Kindern Sex-Vdeos in der Grundschule vorführen. Von „frühkindlicher Zwangssexualisierung“ und „Indoktrination unter der Ideologie des Regenbogens“ ist die Rede. Ein Redner von einer ähnlichen Demonstration in Köln (leider formieren sich die Reaktionäre auch anderswo) behauptete gar, die Kinder müssten (wenn es nach der „Homo-Lobby“ ginge) ab dem 8. Lebensjahr alle bekannten Sextechniken beherrschen, inklusive „Sado-Macho“ (er meinte wohl Sado-Maso). Zu guter Letzt setzen die Bildungsplangegner Homosexuelle mit Kinderschändern gleich.

Den „besorgten Eltern“ scheint es wenig Sorge zu bereiten, dass für ihre Gewaltbereitschaft bekannte Neonazis mitdemonstrieren und von den Veranstaltern nicht nur bewusst geduldet, sondern auch als Demoordner eingesetzt werden. Das Konzept dieser Allianz „Demo für alle“ bietet faschistischen Gruppen eine Plattform, die sie bisher in der Region Stuttgart kaum hatten. Wir sehen darin eine Gefahr, nicht nur für LSBTTIQ-Menschen.
Es ist notwendig, diesen Verleumdungen, dieser Hetze, dieser Salonfähigmachung rechter und rechtsradikaler Ideologien etwas entgegenzusetzen.

Für selbstbestimmtes L(i)eben

Wir treten ein für eine offene und vielfältige Gesellschaft ohne sexistische, heteronormative oder sonstige Diskriminierung. Ob jemand sich als Mann oder Frau oder gar nichts von beidem definiert, ob jemand Männer, Frauen, oder beide liebt und welche Beziehungsform ein Mensch bevorzugt, darf in einer modernen Gesellschaft keine Rolle spielen. Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersliebenden.

Die Kundgebung beginnt um 14 Uhr, ab 12 Uhr wird es Infostände geben.


PS.: Wer den Aufruf unterstützen möchte, kann sich gerne per Email an info@linksjugend-solid-bw.de an uns wenden.

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