Erfolgreiche Blockaden in Pforzheim!

Gekesselte DemonstrierendeUnter dem Motto „Nicht lange fackeln, Nazis entgegentreten“ hatte hatte auch dieses Jahr wieder ein Pforzheimer Bündniss dazu aufgerufen die geschichtsrevisionistische Fackelmahnwache auf dem Wartberg zu blockieren. Nach ein Brandanschlag auf die Alte Fabrik in Pforzheim durch Faschist_innen ist die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements uns wiedereinmal deutlich vor Augen geführt worden.

Im folgenden ein kurzer Bericht:

Nach ersten Vorkontrollen in Freiburg, Offenburg und Karlsruhe, zogen die zahlreich erschienenen Antifaschist_innen zum Marktplatz um sich dort der Demo des Bündnisses anzuschließen um dann zusammen die Demonstration zu beginnen. Nachdem der Zug über die Bahnhofsbrücke gelaufen war gelang es dann von der vorgesehenen Route abzuweichen, sich am Hotel Hasenmeyer zu sammeln und von da an sich über den Wartberg auf die verschiedenen Blockadepunkte zu verteilen.

Es gelang trotz des großen Polizeiaufgebotes inklusive zweier Hubschrauber alle Anfahrtswege zu blockieren und diese zu halten. Hierbei war die Lage an den einzelnen Blockadepunkten jedoch sehr unterschiedlich, von einer friedlichen Sitzblockade mit Musik und warmen Tee zu einem polizeilichen Wanderkessel und einer BFE Hundertschaft die wahllos in die Menge pfeffert und Personen verprügelt.

Zurück zum Bahnhof ging es dann abends mit einer, ab dem Hotel Hasenmeyer angemeldeten Spontandemonstration, bei dem die Polizei erneut Pfefferspray einsetzte.Diese stoppte jedoch aus Solidarität mit noch immer im Kessel befindenden und verharrte bis deren Lage sich geklärt hatte. Mit den Sambastas vorneweg ging es dann zurück zum Bahnhof, wo während sich die Menschen auf den Nachhauseweg machten die Polizei noch einmal die Lage eskalieren ließ indem sie willkürlich Leute aus der Menge zog und fest nahm. Nach diesem anstrengenden Tag ging es dann zurück in Richtung Freiburg wobei hier selbst in Offenburg nocheinmal Personenkontrollen durchgeführt wurden.

Pfefferspray Einsatz gegen Blockierer_innen

Bilanz des Tages:

Nur wenige Neonazis konnten zum Wartberg gelangen und dort ihre Veranstaltung, nur unter starker Beeinträchtigung abhalten, die Stimmung war gut und wir wurden mit Essen und heißem Tee versorgt, die Demo war laut und kämpferisch.

Der Sonntag bedeutete aber auch für viele von uns Polizeikessel, Pfefferspray und Hiebe, ca 50 Verletzte und mehr als 60 Gekesselte Personen bei denen die Personalien aufgenommen wurden sind leider ebenso Bestandteil des Tages gewesen wie ein Polizeiaufgebot das seinesgleichen sucht.

Wir bedanken uns ganz besonders bei den Demosanitäter_innen für ihre Arbeit, den Pressefotograph_innen die regelmäßig deeskalierend zwischen Polizei und Demonstrierende standen und Karin Binder, welche als parlamentarische Beobachterin die Blockade begleitete. Natürlich noch ein großen dankeschön an alle Antifaschist_innen die eine erfolgreiche Blockade möglich gemacht haben!

Wir verurteilen die Kriminalisierung unseres Protests von Seiten der Polizei!

 

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