Vortrag zur Pariser Kommune

Vortrag und Diskussion am 6. Dezember 2019 um 19:30 Uhr in der Poststraße 16 in Offenburg.

1871 – ein Jahr, das Geschichte schrieb. Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870-1871 befand sich Frankreich nach seiner militärischen Niederlage in Aufruhr. Der Kaiser war gestürzt und die Bourgeoisie fürchtete eine Arbeiterrevolution wie noch nie zuvor. Paris war der Schauplatz dafür. “Himmelsstürmer” wurden die Kommunarden von Karl Marx genannt, die Pariser Kommune eine revolutionäre Aktion, auf die eine herbe reaktionäre Reaktion die Antwort war.

Am 6.12.2019 wollen wir gemeinsam mit Florian Grams, der ein Buch über die Pariser Kommune geschrieben hat, einen tieferen Einblick erhalten in Europas erste erfolgreiche Arbeiterrevolution.

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

114 Jahre liegt der Völkermord durch deutsche Soldaten an Herero und Nama in Namibia bereits zurück. Deutschland muss dafür endlich die Verantwortung übernehmen – juristisch, moralisch und finanziell. Sie ermordeten zigtausende Menschen der Völker der Herero und der Nama, welche die Region seit sehr langer Zeit als Viehhirten bewohnten.

1883 gelang es einem Kaufmann, mit einem Nama-Häuptling einen Vertrag über den Kauf

von Grundstücken abzuschließen, wobei dieser mithilfe der Angabe falscher Maßeinheiten fürchterlich betrogen wurde.

Die Hereros selbst weigerten sich, Grund und Boden zu verkaufen.

In Deutschland war der Wunsch nach Kolonien sehr populär. Die Regierung lehnte Kolonien zunächst ab, nannte ihre Hoheit über das Gebiet, auf dem die Hereros und Namas wohnten, dann „Schutzgebiete“.

Die Eingeborenen merkten jedoch bald, dass der Schutz nicht für sie, sondern für die weißen Siedler gedacht war, welche sich immer mehr Land aneigneten. Als eine Rinderpest die Eingeborenen zwang, Medikamente durch Viehverkauf zu erwerben, verarmten sie immer mehr. Viele waren gezwungen, für die Weißen zu arbeiten.

Die deutschen Siedler entpuppten sich als brutale Arbeitgeber, bei denen Auspeitschen an der Tagesordnung war. Für sie standen die Schwarzen weit unter ihnen.

Die Einheimischen wehrten sich, wobei zunächst einzelne Siedler getötet wurden.

Diese Einzelaktionen weiteten sich dann zu einem Flächenkrieg aus, an dem zunächst nur die Hereros beteiligt waren.

Als die Namas die brutale Kriegsführung der Deutschen realisierten, erklärten auch sie den Deutschen den Krieg.

Das Deutschen Reich musste immer mehr Truppen nach Afrika schicken.Die letzte Schlacht der Hereros fand am Waterberg statt. Die Hereros wurden eingekesselt und hatten gegen die deutsche Artillerie keine Chance.

Die Hereros hatten viele Tote zu beklagen und eine große Zahl des Stammes wurde gefangen genommen. Wer nicht in Gefangenschaft geriet, besonders die Frauen und Kinder, wurde in die Wüste gejagt. Zigtausende verdursteten, weil die Deutschen den Zugang zum Wasser verwehrten.

Die Gefangenen kamen in Konzentrationslager, viele wurden hingerichtet, andere mussten Zwangsarbeit leisten, bei der eine große Zahl den Tod fand. Auf dieser Tafel werden die Soldaten die mitverantwortlich für diese Morde sind geehrt, aber wo bleibt die Ehre für die Opfer? Die Realität in Namibia hat sich seit diesem Völkermord geändert, der Kampf gegen die Apartheid wurde gewonnen und Namibia ist eines der aufstrebenden Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Doch die Ungleichheit und die Folgen des grausamen  Völkermordes und der Kolonialherrschaft sind noch immer zu spüren. So besitzt die weiße Population , die nur 1% der Bevölkerung ausmacht immer noch einen Großteil des riesigen Landes. Die Herero, die traditionell Viehhirten sind leben deshalb in Armut, denn der Platz das Vieh zu Weiden fehlt.

Doch die deutsche Regierung weigert sich das anzuerkennen, erst vor kurzem wurde das erste Mal der Begriff “Völkermord” für das Grauen es in Namibia von deutscher Hand ausgeführt wurde von einem Politiker in diesem Kontext verwendet.Eine gesamtgesellschaftliche Diskussion darüber, wie mit Ausgrenzung und Rassismus in der deutschen Geschichte umzugehen ist, wird vermieden. Dabei wäre gerade das im Moment nötiger denn je, wo völkisch-rassistische Ideen reaktiviert werden, sich Europa abschottet, und dabei ausblendet, dass es seine Bürger waren, die in den letzten 500 Jahren in andere Kontinente einfielen. Dass der sogenannte „Bevölkerungsaustausch“, den manche rechte Gruppen beschwören, in der Vergangenheit von Europäern ausgeführt worden ist, in Amerika, in Australien, aber auch in Afrika. Auch dafür steht der Völkermord an den Herero und Nama.

Auch als Vorbote des dritten Reiches wird der Völkermord gesehen. Das erste Mal das Kriegsgefangene gezielt in Konzentrationslagern eingesperrt und vernichtet wurden. Von den ca. 80.000 Herero überlebte gerade Mal ein Viertel die deutsche Schreckensherrschaft. Der Rest starb von den deutschen in die Wüste getrieben oder bei der grausamen Zwangsarbeit.

Bis heute gibt es keine Entschädigung, keine Aufarbeitung der Geschichte von deutscher Seite. Herero Schädel liegen immer noch in vielen Museen, zusammen mit Unmengen von unrechtmäßig gestohlenen Besitztümern. Auch Diejenigen die diese Tafel aufgehängt haben, wussten genau, welche „Heldentaten“ die Soldaten in der deutschen Kolonie vollbracht haben. Das darf man nicht einfach so stehen lassen. Wir fordern das Aufklärung der Bevölkerung über die Tatsache des Völkermords.

Die Regierung zu drängen, Aufbauhilfe zu leisten, damit die Überlebenden

in Namibia die immer noch unter dem Landraub unter den Deutschen zu leiden haben, eine menschenwürdige Zukunft haben.

Rückgabe aller unrechtmäßig gestohlener Dinge, die im Museum ausgestellt sind

incl. derer, die evt. noch in Magazinen lagern.

Ein konkretes Projekt angehen, die den Überlebenden einen ungehinderten Zugang zu den Grabstätten des Kolonialkriegs ermöglicht.

Das unglaubliche Grauen der deutschen in Namibia kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, aber das mindeste was Deutschland, aber auch wir hier in Offenburg tun können ist dazu beizutragen das den Angehörigen der Ermordeten zumindest so etwas wie Gerechtigkeit zukommt.

IG BAU Azubi Kneipe -Wie sichern wir die Zukunft?

Soziale Sicherheit ist für immer mehr Menschen unvorstellbar geworden. Die arbeitende Bevölkerung kann sich nicht mehr darauf verlassen einen Lohn zu bekommen, der zum würdigen Leben reicht. Wir sehen wie die Grundsicherung immer weiter abgebaut und ausverkauft wird. Von Kliniken bis Wohnungen werden lebenswichtige Dinge zur Privatisierung freigegeben oder geschlossen. Auf der anderen Seite bedroht der Klimawandel unsere Lebensgrundlage.

Wenn wir arbeitenden Menschen eine gute Zukunft haben wollen müssen wir die Sache selbst in die Hand nehmen. Keiner außer uns wird sich darum kümmern, dass wir ordentliche Lebensbedingungen bekommen und behalten.

Deshalb laden wir euch ein zum Azubi-Kneipenabend, als ersten Schritt in eine bessere Zukunft.

Freitag, 18.10.19/ 19 Uhr KNEIPENABEND

Freitag, 08.11.19/ 18 Uhr FILMABEND

Donnerstag, 05.12.19/ 18 Uhr VORTRAG “GELD-MACHT-STAAT” -KAPITALISMUS HEUTE

Kommt vorbei in die Rammersweierstraße 12 in Offenburg!

#NoPolGBW – Polizeigesetz stoppen!

Nein zum verschärften Polizeigesetz BW!

Demonstration und Kundgebung am Samstag, den 12. Oktober um 14 Uhr am Busbahnhof in Offenburg!

Nach verschiedenen anderen Bundesländern, soll nun auch in Baden-Würtemberg die Polizeigesetzgebung nochmals stark verschärft werden. Bereits 2017 traten Verschärfungen in Kraft, wie beispielsweise intelligente Videoüberwachung und Telekommunikationsüberwachung. 

Die Konsequenz aus steigender Polizeigewalt und rechtsextremen Netzwerken innerhalb der Behörden ist also nicht etwa die Etablierung einer unabhängigen Kontroll- und Beschwerdestelle, wie schon lange gefordert wird, sondern eine Ausweitung der polizeilichen Befugnisse. Abgesehen von einem brandneuen Waffenarsenal für die Vollstrecker des staatlichen Gewaltmonopols (Handgranaten, Taser, etc.) erlaubt der Gesetzesentwurf zahlreiche bisher verbotene Überwachungsmethoden, welche eigentlich nur dem Geheimdienst vorbehalten waren. Dazu gehören auch Staatstrojaner, die nun noch mehr Daten abfangen und Bodycams, die in Privaträumen filmen dürfen. Zudem wird es der Polizei bald möglich sein, erweiterte DNA Analysen durchzuführen.

Für uns alle, aber im besonderen für Gruppen die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden am gefährlichsten ist der neueingeführte Begriff des “Gefährders”. Im Prinzip kann dieser ohne jeden konkreten Anlass unendlich lange eingesperrt werden. 

Dafür müssen allerdings keine konkreten Indizien vorliegen. Damit könnte jeder und jede zu allen Zeitpunkten unter der Voraussetzung ein möglicher Gefährder zu sein auf unbestimmte Zeit  festgehalten werden.

Nein zum Überwachungsstaat! 

Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Local Marijuana March am 07.09.19 in Offenburg


Legalize it!

Jedes Jahr werden Millionen in den Sand gesetzt, um Graskonsumenten polizeilich zu verfolgen. Diese Kriminalisierung trifft tausende Menschen, die nichts getan haben, was anderen oder der Gesellschaft schadet. Es ist nichts anderes als blanke Schikane gegen ansonsten unbescholtene Menschen. So verschlechtern sich z.B. deren Berufschancen und Lebenspläne werden komplett verunmöglicht.

Die Konsumenten werden auf einen illegalen Schwarzmarkt gezwungen, der ein Einstieg in die kriminelle Szene darstellen kann und wo es keinerlei Kontrolle über die Qualität der konsumierten Substanzen geben kann.

Durch die Tabuisierung kann es auch keinen offenen Diskurs über den Konsum geben. Menschen behalten ihre Erfahrungen und eventuell auch Probleme für sich, anstatt darüber zu sprechen, aus Angst vor Strafverfolgung.

Drogenverbote verfehlen ihre Ziele. Selbst große Teile der Polizei sind für die Legalisierung, da fast auschließlich eine Verfolgung der kleinen Konsumenten stattfindet. Drogenkonsum wird so nicht verhindert.

Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, Cannabis selbst anzubauen oder zu erwerben, z.B. durch die Schaffung von Cannabis Social Clubs.

Deshalb kommt zum Local Marihuana March in Offenburg am 07. September 2019, um 14.00 Uhr!

Der Völkermord in der ehemaligen deutschen Kolonie in Südwestafrika – Vortrag und Diskussion

Eine Tafel sollte die Ortenau beschäftigen!

In Offenburg hängt seit langen Zeiten in der Gerberstraße eine Tafel, kaum von jemandem beachtet.

Indirekt geht es um den Völkermord an den Völkern der Hereros und Namas in der ehemaligen deutschen Kolonie in Südwestafrika.

Vielerorts wird das Thema in der Bundesrepublik diskutiert, in Museen wird ermittelt welche Raubstücke zurückgegeben werden sollten, der Bundestag hat sich damit beschäftigt und den Völkermord anerkannt .

Nur in der Ortenau hört man nichts. Das soll sich ändern! Am Freitag, den 19. Juli 2019 um 19:00 Uhr gibt es zu dem Thema einen Vortrag und einen Film über die Geschichte dieser Kolonie und über die jetztige Situation im heutigen Namibia im R12 Offenburg, Rammersweirerstraße 12.

Interessierte sind herzlich zur Teilnahme und Diskussion eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Es wäre gut, wenn die Informationen dazu helfen, die Situation der wenigen Hinterbliebenen dieser Völker zu erkennen und daraus Aktivitäten erwachsen, die ihren Weg in die Zukunft erleichtern.

Verein für grenzüberschreitende Erinnerungsarbeit und Linksjugend SOLID Ortenau

Chinas Aufstieg und die geopolitischen Folgen

Der Zusammenbruch 1991 von Sowjetunion und Staatskapitalismus schien eine lang historische Phase weltweiter US-Hegemonie einzuläuten. Doch nur ein Vierteljahrhundert später werden die Präsidentschaftswahlen um Fragen des Niedergangs und der Rückgewinnung der Vorherrschaft geführt. Der eigenen Verschuldung und imperialen Überdehnung steht der Aufstieg Chinas – in Kürze die größte Volkswirtschaft der Welt- und anderer Schwellenländer gegenüber. Und während Präsident Trump eine nationalistische «America First» Politik in Außenhandel und Sicherheitsfragen proklamiert, macht sich Chinas Präsident für den freien Welthandel und eine neue, Europa und Asien verbindende «Seidenstraße» stark. Und im Verbund der BRICS-Staaten werden die westlich dominierten Wirtschaftsinstitutionen FMI und Weltbank in Frage gestellt, zugleich mit der «Schanghai Organisation für Zusammenarbeit» ein asiatisches, auch Sicherheitsaspekte umfassendes, Bündnis geschlossen. Im Vortrag werden zunächst Hintergründe, Perspektiven und Folgen dieses tektonischen Wandels des geopolitischen Systems vom Norden zum Süden, vom Atlantik nach Asien und dem Pazifik beleuchtet, um anschließend Spielräume und Gegenstrategien der USA zwischen Kooperation bzw. wechselseitiger Abhängigkeit (Verschuldung) und Aufrüstung bzw. Konfrontation im Kontext der weiteren Mächte Ostasiens, Japan, Süd- und Nord-Korea, auszuloten. John P. Neelsen ist apl. Professor am Institut für Soziologie der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Ökonomie, Globalisierung, Nord-Süd-Beziehungen und Südostasien. Er ist Vertrauensdozent der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Veranstaltungsort: Linkes Zentrum R12, Rammersweierstraße 12, 77654 Offenburg Veranstalter: RLS Stiftung Beginn 19:00UHR

Europa – Ja! Aber wie? feat. Sahra Mirow

Freitag, 02. August 2019 um 19:30 Uhr, Rammersweierstraße 12 in Offenburg.

“Europa” ist ein wunderbares Schlagwort mit dem in der Politik viel hantiert wird. Von der CDU bis zur LINKEN sind sich alle scheinbar darin einig, dass “Europa” eine gute Idee ist.

Doch was heißt das konkret?

Gemeinsam mit der Heidelberger Stadträtin Sahra Mirow möchten wir über die Zukunft des Kontinents und der EU sprechen. Angesichts der großen Unzufriedenheit mit der Bürokratie der Europäischen Union gilt es Europa neu zu denken.

Das 21.Jahrhundert braucht ein europäisches Miteinander in dem nicht nur Gesetze sondern auch Menschen zusammenwachsen und in dem wir demokratisch und transparent unsere Politik gestalten können.

Du bist gefragt. Was heißt Europa für dich?

Tanzworkshop – Bewegung erforschen

Samstag, 27. Juli 2019 um 14:00 Uhr im Bürgerpark Offenburg.

Was ist eigentlich Tanz? Diese Frage ist nicht so einfach wie sie scheint. Wir wollen verschiedene Bewegungsweisen erforschen und Körpergefühle entwickeln um uns dieser Frage zu stellen.
Der Workshop basiert hauptsächlich auf zeitgenössischem Tanz und hat für Einsteiger wie auch fortgeschrittene Tänzer etwas zu bieten.

Treffpunkt: Bürgerpark, Offenburg bei der versifften Bühne 😉
Mitbringen: Bequeme Kleidung, genügend zu trinken
Kosten: Spendenbasis

Sozialismus im 21. Jahrhundert – Vortrag & Diskussion

Freitag, 26. Juli 2019 um 19:00 Uhr, Rammersweierstraße 12 in Offenburg.

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 wurde der Sozialismus für tot erklärt. Heute jedoch vertreten populäre Politiker wie Bernie Sanders und Jeremy Corbyn wieder die Idee.

Auch der Unmut in den Unterschichten wächst, das sieht man nicht nur an den Gelbwesten.
Erleben wir gerade ein Comeback des Klassenkampfs?

Aktuell wird in Deutschland über die Enteignung großer Mietkonzerne diskutiert. Enteignung!? War das nicht einmal Tabu?

“Ein Gespenst geht um in Europa….”…..das Gespenst des Sozialismus…
Wir wollen alle diese Fragen mit euch auseinandernehmen, ganz konkret – auf das Hier und Heute bezogen.
Was hieße Sozialismus wenn wir ihn morgen in Deutschland einführen würden?

Kommt vorbei und diskutiert mit uns!

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