Festung Europa einreißen!

Vor kurzem wurden neue Verordnungen  beschlossen, die wieder mal gezielt die Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer verhindern sollen. Dadurch dürfen drei Rettungsschiffe der Organisationen Mission Lifeline, Mare Liberum und Resqship nicht mehr auslaufen. Durch dieses Manöver wird die Rettung mal wieder massiv eingeschränkt, es scheint fast so als würde Scheuer Salvini mit einem Gesetz unter die Arme greifen wollen.
In diesen Verordnungen geht es um Auflagen die Schiffe erfüllen müssen. Denn die kleineren humanitären Schiffe gelten jetzt nicht mehr als Sport- und Freizeitboote, sondern müssen Auflagen wie einen Tüv für Schiffe oder eine ausgebildete Mannschaft nachweisen können.
Diese Änderungen zielen direkt auf Seenotretter*innen ab, sollen ihre Arbeit unmöglich machen. Man lässt weiterhin lieber Menschen sterben.
Wir zeigen Solidarität mit den betroffenen Organisationen und fordern eine sofortige Rücknahme dieser Auflagen.

Nix da Erdbeerwoche.

In unserer Gesellschaft ist das Thema Menstruation ein Tabu. Es gibt über 5.000 Euphemismen (Umschreibungen des Wortes) für Menstruation. Von Land zu Land sind diese unterschiedlich. Ob man nun sagt Tante Emma oder die Rote Armee kommt, beides zeigt, dass Menstruation ein Tabuthema ist. Das dies nicht einfach so entstanden ist kann man sich denken. Jahrhunderte lang wird Frauen weiß gemacht, dass die Menstruation etwas Schlechtes ist. In der Bibel können menstruierende Frauen Metall rosten lassen und auch in der Wissenschaft wir die These aufgestellt, dass Menstruationsblut das giftigste Gift auf der Welt ist. Dass man da ungern zeigen möchte, dass man gerade seine Menstruation hat, ist logisch und die Werbung für Menstruationsprodukte macht es nicht besser. Frisch, sicher, geschützt sind die 3 Wörter, die am meisten in Tampon Werbung vorkommen. Umso mehr hat man dann dieses unangenehme Gefühl, wenn man über seine Periode redet.
Dabei ist das Blut nicht das einzige. PMS beschreibt über 200 Symptome, die man während seiner Periode wahrnimmt. „Sie hat halt ihre Tage“ verkürzt dabei ziemlich die Gefühlslage aller Frauen, die an PMS leiden. Auch das ist gerne gewollt, denn in einem System, welches auf dauerhafte und ständige Leistung aus ist, stört ein Zyklus, in dem man manchmal nicht so fit ist ziemlich und so ballern sich viele Frauen Paracetamol und gehen weiter, so als wäre nichts, zur Schule, in die Uni und natürlich zur Arbeit. Ein anderes Problem ist aber auch, dass Frauen oft nicht ernst genommen werden, selbst wenn sie starke Schmerzen haben. Etwa 10-20 % der Frauen leiden an Endometriose. Die Diagnose dauert bis zu 10 Jahren. Nun stellt sich die Frage, was kann getan werden? Klar ist, wir brauchen von jedem ein sofortiges Umdenken, aber die Politik kann erste Schritte unternehmen. Wir fordern deshalb kostenlose Menstruationsprodukte. 1/5 aller Frauen leiden unter Periodenarmut. In dem Harz 4 Regel Satz ist für Hygiene gleich viel Geld für Frauen, wie für Männer festgelegt. Männer bluten bloß nicht. Anfang dieses Jahr wurde die Steuer herabgesetzt von 19% auf 7 %. Bluten ist also kein Luxus mehr, wie Kaviar oder Ölgemälde. Dennoch reicht das nicht und solange die Bundespolitik kostenlose Menstruationsprodukte nicht umsetzen wird, fordern wir den Kreis auf, in öffentlichen Einrichtungen allen Frauen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung zu stellen, denn wenn diese überall rumliegen, fangen Menschen an zu reden und ein kleiner Schritt kann gegen das Menstruationstabu getan werden.

Also Mädels hoch die Tassen, es gibt viel zu tun gegen das Menstruationstabu und Tante Emma (Sorry Tantchen)

Einschätzungen zu den sog. Hygienedemos am 16. Mai in Offenburg

Es gab zwei verschiedene Demonstrationen mit teilweise sehr unterschiedlichem Klientel, auch wenn es ein paar Überschneidungen gab.
Auf der ersten Kundgebung am Marktplatz, angemeldet von Marco Kurz, dominierten ganz klar die Rechten, es zeigten sich offen Rechtsradikale, auch Mitglieder der Identitären Bewegung. Die Anreise schien weit über den Ortenaukreis hinauszugehen. Insgesamt waren um die 60 Personen anwesend. Außen herum beobachteten Passanten das Geschehen, schienen aber wenig überzeugt von Kurz Rede, gingen wieder weiter oder bekundeten ihren ihre Ablehnung gegenüber der inhaltsleeren ” rechten Hetze “.
Die Kundgebung am Platz der Verfassungsfreunde war breiter Aufgestellt. Es wurden zwar vereinzelt Personen gesichtet, welche schon zuvor auf der Kurz Kundgebung anwesend waren, die Mehrheit der Teilnehmer schien jedoch über das Corona-Thema hinaus wenig mit Kurz gemeinsam zu haben. Es traf sich eine wirre Mischung aus Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern, Walddorfeltern und Hippies. Auch die Homöopathieszene war stark vertreten.

Inhaltlich orientierte sich Kurz wie in seinem Milieu üblich sehr stark an der Opferrolle. Außer der Forderung nach sofortiger Rücknahme der Maßnahmen, dem bekannten Rumgeheule über die gemeine Berichterstattung der sogenannten Lügenpresse und viel Mimimi, waren die Reden relativ inhaltslos und bestanden hauptsächlich aus Phrasengedresche. Konstruktive Beiträge oder Verbesserungsvorschläge fehlten, obwohl er sich und seine Vorstellungen als überlegen und Allheilmittel inszenieren wollte, vollkommen.
Interessanter, wenn auch nicht weniger wirr, war die Kundgebung am Platz der Verfassungsfreunde. Mehrmals wurde das ökofaschistische Narrativ aufgegriffen, der Virus würde die Menschheit heilen. Ein Redner behauptete sogar, die Ortenau hätte überhaupt keine Coronafälle und die Zahl der Erkrankten käme bloß durch fehlerhafte Tests zustande. Auch nicht fehlen durfte natürlich die große Gates Verschwörung. Viele der Anwesenden trugen Schilder mit der Aufschrift „Gib Gates keine Chance“. Auf der Kundgebung wurden vom Veranstalter Flugblätter verteilt, auf denen unter anderem gefordert wird, dass niemand gechippt wird und dass es keine Zwangsimpfung geben soll. Gefordert wurde auch, anstatt der Pharmaindustrie Geld in den Rachen zu schieben, in der Coronakrise vermehrt auf homöopathische Mittel zu setzen. Der Mund-Nasen-Schutz wurde als unnötig und gesundheitsschädigend deklariert und es wurde die Forderung laut, dass nur noch Risiko Gruppen den Mundschutz tragen sollen.
Interessant war hier auch, dass die stark überwiegende Mehrheit der Anwesenden angab vorher in keinsterweise politisch aktiv oder engagiert gewesen zu sein. Vereint wurden sie allein durch das Bedürfnis nach politischer Beachtung ihrer Ängste und der Sehnsucht nach Stabilität und einer einfachen Lösung in diesen schwierigen Zeiten.

EVACUATE MORIA NOW! – Zur aktuellen Lage im Geflüchtetenlager auf Lesbos

Regelmäßig Hände waschen, Abstand halten und vor allem zu Hause bleiben. So lauten die Empfehlungen der Bundesregierung, um die Verbreitung von COVID-19 zu verlangsamen. Und während hierzulande auch gerne mal Bußgelder verhängt werden, wenn jemand alleine ein Buch auf einer Parkbank liest, leben im Camp Moria auf Lesbos schätzungsweise 20 000 Geflüchtete in einem Lager, das gerade einmal für maximal 3000 Menschen ausgelegt ist.
Abstand halten dürfte unter diesen Umständen wohl eher schwierig werden. Laut Ärzte ohne Grenzen kommen auf eine Toilette 167 Personen, auf einen Wasserhahn ungefähr 1300 Menschen, Seife sei nicht vorhanden. Schon vor Corona war die Situation in den Lagern unerträglich. Wenn die EU sich nicht endlich bereit erklärt zu evakuieren und die Geflüchteten aufzunehmen, wird es zu einer humanitären Katastrophe kommen! Doch auch wenn sich einige Länder bereit erklärt haben zumindest ein paar Flüchtlingskinder aufzunehmen, geht absolut nichts voran.
Der Friedensnobelpreisträger EU lässt sich von rechten Populisten einschüchtern und schafft es nicht einmal 20 000 Menschen in Sicherheit zu bringen und schottet sich weiterhin nach außen ab. Das ist erbärmlich!
Wir fordern die sofortige Evakuierung der Lager an den EU-Außengrenzen! #LeaveNoOneBehind

Moderner Feminismus -Eine Diskussion

 

Vortrag und Diskussion am 07.03.20 um 19:30 Uhr in der Rammersweierstraße 12 in Offenburg.

Rosa Luxemburg, Klara Zetkin, Angela Davis und viele andere Feministinnen kämpfen seit Jahrhunderten um die Gleichberechtigung der Geschlechter. Sie hatten die Vision einer freien Gesellschaft, in der niemand wegen seinem Geschlecht benachteiligt wird. Und doch wirkt sich das Patriarchat immer noch auf unser Leben aus.

Durch die #metoo Bewegung sehen wir, dass Frauen weltweit gegen diese Unterdrückung aufstehen, sowie anfangen Tabus zu brechen und öffentlich Themen wie “toxic masculinity” und “slutshaming” zu diskutieren.

Offenes antifaschistisches Treffen

Der AfD Bundesparteitag findet nun offiziell in Offenburg statt. Nun gut, so sei es. Doch wir werden nicht tatenlos rumsitzen. Lasst uns die AfD richtig begrüßen, lasst uns zeigen, dass Offenburg und die ganze Ortenau laut und bunt ist. Zu diesem Zweck laden wir am 31. Januar um 19:30 Uhr zu einem offenen antifaschistischen Treffen in der Rammersweierstraße 12 in Offenburg ein.

Faschismus -Eine politische Option der herrschenden Klasse Teil 2

2020 ist es genau 90 Jahre her, dass im deutschen Reich eine offensive rechtsgerichteter Kraft eingesetzt war, die auf eine allmähliche Strangulierung der Demokratie hinarbeitete und in der Tat zu Beginn des Jahres 1933 ihr angestrebtes Ziel; die Errichtung einer faschistischen Diktatur, durch die
Ernennung der Regierung Hitlers fast vollständig erreicht hat.
Damit sich die faschistische Diktatur konsolidieren konnte, mußte nun „der Feind”: die Sozialisten,
Kommunisten und Pazifisten etc. tatsächlich liqudiert werden. Die erste Terrorwelle der Faschisten und Ihrer Helfeshelfer, richtete sich im März 1933 ausschließlich gegen Mitglieder und
Symphatisanten der kommunistischen Partei Deutschlands. Ab Mai richtete der Terror gegen die Gewerkschaften, und im Juni 1933 wurde die Sozialdemokratie zerschlagen.

„ Der Faschismus an der Macht ist die offene terroristische Diktatur der reaktionärsten am
meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“

Dies ist einer von vielen Versuchen den Begriff “Faschismus” zu definieren.
Wir wollen uns gemeinsam mit euch der Frage annehmen, was Faschismus eigentlich ist: eine politische Bewegung, eine spezifische Ideologie oder nur der faschistische Staat?

Freitag, 24. Januar 2020 um 19:30 Uhr in der Rammersweierstraße 12 in Offenburg.

Der marktgerechte Mensch -Filmvorführung

Filmvorführung am Freitag, den 17. Januar 2020 um 19:30 Uhr in der Rammersweierstraße 12 in Offenburg.

„Der Marktgerechte Mensch“ ist ein Film von unten. Ein Film der uns alle angeht: „Wenn der Mensch zur Ware wird“ geht seine Menschenwürde verloren. Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38% sind es nur noch heute.

Die Filmemacher gehen an die Arbeitsplätze der neuen Modelle des Kapitalismus wie der Gig-Economie, wie der Arbeit auf Abruf. Sie treffen auf Menschen in bisher sicher geglaubten Arbeitsstrukturen an Universitäten oder in langjährigen Arbeitsverhältnissen mittlerer- und oberer Leitungspositionen. Und beobachten wie sich die Verschärfung des Wettbewerbs immer stärker auf den Einzelnen verlagert, was Solidarisierung tragbaren sozialen Beziehungen nur sehr schwer Raum lässt. Depression und Burnout machen Menschen, die an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, das Leben zur Hölle. Selbst dann noch glauben viele, an ihrem Schicksal schuld und ein Einzelfall zu sein.
Doch dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos. Der Film stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen und die Kraft der Solidarität von jungen Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film, der die Situation hinterfragt, Mut machen will, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich.

Zitat: http://www.marketable-people.org/index.php/de/

Faschismus, eine Option der herrschenden Klasse -Vortrag und Diskussion

2020 ist es genau 90 Jahre her, dass im deutschen Reich eine offensive rechtsgerichteter Kraft eingesetzt war, die auf eine allmähliche Strangulierung der Demokratie hinarbeitete und in der Tat zu Beginn des Jahres 1933 ihr angestrebtes Ziel; die Errichtung einer faschistischen Diktatur, durch die
Ernennung der Regierung Hitlers fast vollständig erreicht hat.
Damit sich die faschistische Diktatur konsolidieren konnte, mußte nun „der Feind”: die Sozialisten,
Kommunisten und Pazifisten etc. tatsächlich liqudiert werden. Die erste Terrorwelle der Faschisten und Ihrer Helfeshelfer, richtete sich im März 1933 ausschließlich gegen Mitglieder und
Symphatisanten der kommunistischen Partei Deutschlands. Ab Mai richtete der Terror gegen die Gewerkschaften, und im Juni 1933 wurde die Sozialdemokratie zerschlagen.„ Der Faschismus an der Macht ist die offene terroristische Diktatur der reaktionärsten am
meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“Dies ist einer von vielen Versuchen den Begriff “Faschismus” zu definieren.
Die Linksjugend Ortenau lädt ein am 20.12.2019 um 19:30 Uhr in der Rammersweierstraße 12 in Offenburg gemeinsam zu diskutieren, was Faschismus eigentlich ist: eine politische Bewegung, eine spezifische Ideologie oder nur der faschistische Staat?

Kulturabend mit Open Stage

Am 03. Januar 2020 ist es wieder soweit. Ab 19:30 Uhr lädt die Linksjugend [‘solid] Ortenau zum Kulturabend mit Open Stage ein. Wenn ihr Lust auf einen interessanten und abwechslungsreichen Abend mit Musik, Poetry Slam und vielem mehr habt, dann schaut doch einfach mal vorbei. Gerne könnt ihr auch selbst etwas vortragen.

Kulturabend mit Open Stage am 03. Januar 2020 in der Rammersweierstraße 12 in Offenburg.

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