Was hat Arbeitszeitverkürzung mit Feminismus zu tun?
Und wie sieht eine Gesellschaft aus, in der Kinder, Alte und Kranke nicht wegorganisiert werden müssen?
Wir erfahren es täglich: Geschlecht strukturiert die Klassenverhältnisse und die gesellschaftliche Arbeitsteilung. Die Sorgearbeit für Kranke, Alte und Kinder wird wenig wertgeschätzt und schlecht oder gar nicht bezahlt. Typische Frauenberufe werden schlecht vergütet.
Linke Politik, die die Wünsche und Alltagssorgen von Frauen und queeren Menschen nicht ernst nimmt, wird dem Anspruch, für die Befreiung von allen Herrschaftsformen einzustehen, nicht gerecht.
Im ersten Teil des Seminars wird eine kurze Einführung in marxistisch-feministischer Theorie gegeben.
Im zweiten Teil lernen wir die „4-in-1-Perpektive“ kennen und geht es darum, wie wir marxistischen Feminismus mit unserem linken Alltag und unserer linken Praxis verbinden.
Das Seminar richtet sich an alle Personen bis zu ca. 35 Jahren und ist offen für alle Geschlechter.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um eine kurze Anmeldung per Mail (ortenau@linksjugend-solid-bw.de), Instagram oder direkt an ein Mitglied der Linksjugend.
Stattfinden wir das Seminar in Offenburg. Die genau Adresse wird nach der Anmeldung mitgeteilt.
![Linksjugend ['solid] Ortenau](https://linksjugend-solid-bw.de/ortenau/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/cropped-logo-fuer-homepage-3-2048x417-1.png)


Vom Busbahnhof zogen die Teilnehmer lautstark durch die Innenstadt, unter dem Motto: Wir zahlen nicht für ihre Krisen.
Eine vage Vermutung macht sich breit: Arme werden immer ärmer, Reiche immer reicher. Politische Prozesse erscheinen von wohlhabenden Eliten gekapert und die Meinung der „kleinen Leute“ unerheblich. Eine genauere Betrachtung der Einkommens- und Vermögensungleichheiten kommt zu demselben Ergebnis und zeigt: Das Ausmaß der Ungleichheit nimmt weiter zu und ist für Lohnabhängig Beschäftigte erst einmal schwer vorstellbar.
Soziale Sicherheit ist für immer mehr Menschen unvorstellbar geworden. Die arbeitende Bevölkerung kann sich nicht mehr darauf verlassen einen Lohn zu bekommen, der zum würdigen Leben reicht. Wir sehen wie die Grundsicherung immer weiter abgebaut und ausverkauft wird. Von Kliniken bis Wohnungen werden lebenswichtige Dinge zur Privatisierung freigegeben oder geschlossen. Auf der anderen Seite bedroht der Klimawandel unsere Lebensgrundlage.

